Gütersloh, Miele-Stammhaus, fünfter Stock, Waschsalon: Werner Strothoff ist hier der Herr der Wäsche, er waltet über zwei Dutzend Maschinen, in denen sich Stoffe drehen, verdreckt mit Rotwein und Körperfett, Kakao, Öl und Blut. Strothoff trägt die Berufsbezeichnung „Verfahrensentwickler Waschen“, außerdem ein so strahlendes, bildsauberes kariertes Hemd, dass man sofort geneigt ist zu denken: Es ist neu! Und dann,naheliegend,zweifelt: „Oder einfach nur verdammt gut gewaschen?“
Letzteres stimmt. Die Maschine, die das leistet, ist eine „TwinDos Power Wash 2.0“ und denkt bereits ein wenig mit: Sie wiegt die Wäschemenge, entscheidet über die Wasserzufuhr, ist mit einem Zwei-Phasen-System ausgestattet, in dem zuerst der Schmutz gelöst und dann, bei Bedarf, die Flecken gebleicht werden. Eine „spin and spray“-Technik sorgt dafür, dass Wasser nicht mehr überreichlich flutet, sondern fein dosiert auf die Stoffe gesprüht wird,…