Die süßeste Versuchung, seit es Gemüsezucht gibt, ist die Erbse – der kulinarische Star des Sommers, grün, zuckrig, hübsch, niedlich und unendlich vielfältig. Danke, Italien! Von dort brachten Reisende im 17. Jahrhundert die zarte Variante, die heute alle so lieben, nach Frankreich. Sie ist eines der wenigen Gemüse, die sich ohne Qualitätsverlust industriell ernten und frosten lassen. Plädiere ich sonst dafür, das Essen immer selbst aus unverarbeiteten Produkten herzustellen (um den Zusatzstoffen der Lebensmittelchemie zu entgehen), tu ich das bei Erbsen nicht. Selbst pule ich Schoten nur noch, wenn sie wirklich aus einem Garten sind und ich ausnahmsweise zu viel Zeit habe.
Darf man so Zartes brutal pürieren?
So herrlich feinkugelig und perlig, wie sie ist, sollte sie des Schicksals, zu Püree zu werden, eigentlich enthoben sein. Ich püriere sie…
