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Die erste große Fernsehserie,die ich gesehen habe, hieß „Dallas“. Länger her, aber noch immer kann ich alle Mitglieder der Familien Ewing und Barnes aufzählen, und das spricht ja eher für die Serie als gegen sie. Über allen thronte J.R.,genial gespielt von Larry Hagman. Der war so fies! Hielt sich an keine Regel, machte, was er wollte, und bevor Sie jetzt denken, ich schreibe über Donald Trump, halte ich kurz inne. Denn es geht um: Clemens Tönnies. Den verbindet so einiges mit J.R. – der damals ein ausgedachter Bösewicht war und es heute als Typus in verschiedene Spitzenpositionen der westlichen Gesellschaften gebracht hat. Irgendwas ist da schiefgelaufen. So fassungslos, wie ich damals vor dem Fernseher saß (immer dienstags um viertel vor zehn), so ungläubig schaue ich heute auf das, was Clemens…
Viele Wettbewerbe mussten in diesem Jahr aussetzen – nicht so der Deutsche Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler! Über 800 Teams konkurrierten miteinander, um zu den besten Jungunternehmern des Jahres zu zählen. Zehn schafften es ins Finale. Die Siegerehrung findet digital statt, sie wird am Donnerstag, 25. Juni, um 18 Uhr im Netz ausgestrahlt: www.dgp-schueler.de. Die Aufzeichnung jedenfalls hat schon sehr viel Spaß gemacht (Foto). Wer gewonnen hat, lesen Sie in der kommenden Ausgabe.…
Mit Entsetzen stelle ich fest, dass ich rassistisch bin, ohne mir dessen bewusst zu sein und ohne es böse zu meinen. Es reicht tatsächlich nicht, nicht rechtsradikal zu sein.Claudia Schulze, Köln stern Nr. 26/2020, „Wie rassistisch bin ich?“ – eine Anleitung zur Selbsterkundung Das Leben ist bunt Es gibt unterschiedliche Hautfarben, wie es vielfältige Kulturen auf der Welt gibt. Das Leben ist bunt. Ist es tatsächlich latenter „Rassismus“, wenn ich einen Menschen mit anderer Hautfarbe nach seinen Wurzeln frage, oder einfach nur das ehrliche Interesse an ihm und seiner Identität, eine positiv motivierte Neugier ohne Bewertung? Nicola Moser-Nacke, Meerbusch Zu kurz gedacht Mir fallen zu dieser Frage nur zwei Worte ein: wertschätzend und tolerant. Damit ist meine Haltung zu anderen Menschen, egal, welcher Hautfarbe, Herkunft, Orientierung, beschrieben. Und noch etwas:…
Fünf Kollegen und ein Motorrad Fahrzeuge zeigt man am besten in Bewegung – dazu sind sie schließlich da. Doch das ist für Fotografen meist mit einigem Aufwand verbunden. Um die neue, elektrisch angetriebene Harley-Davidson „LiveWire“ angemessen vorzustellen, durfte stern-Fotografin Carolin Windel (Mitte) als Sozia von Bildredakteur Andreas Eucker auf dessen enorm praktischem Suzuki-Roller Platz nehmen, um stern- Redakteur Frank Janßen (r.) auf dem fahrenden Testmotorrad abzulichten. Den Foto-Trip durch Hamburg wiederum fotografierte Bildredakteurin Susanne Baumann vom Auto aus. Am Steuer: Redaktionsassistentin Katharina Niu. (Seite 57) Ein endloser Kampf Seit über 20 Jahren geht Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra (r.) in Berlin gegen die Organisierte Kriminalität vor, und dieser Kampf, sagt er, wird nie zu Ende sein: „Wenn Sie ein Feld einigermaßen erfolgreich beackert haben, taucht gleich das nächste auf.“ Als stern- Redakteur…
FRANKREICH FLÜCHTENDE HELDEN Wie schnell sich die Zeiten ändern: Eben noch waren die Pfleger und Krankenschwestern, Mediziner und Ärztinnen nationale Helden, die im Kampf gegen Covid-19 Übermenschliches leisteten. Jetzt müssen sie sich in Paris vor dem Tränengas der Polizei in Sicherheit bringen. Eigentlich waren Angehörige der französischen Gesundheitsberufe friedlich für mehr Anerkennung ihrer Leistungen während der Corona-Krise auf die Straße gegangen. Sie verlangten mehr Geld für das System, bessere Arbeitsbedingungen – und bessere Bezahlung. Dann mischten sich offenbar Randalierer unter die Demonstranten. Zum Heulen. DEUTSCHLAND GRENZENLOS Die Farben bedecken den Boden, ufern aus, erobern die Vertikale. Und sie verlassen sogar das Gebäude, gelangen durch geöffnete Türen in die Außenwelt. Dies ist Kunst, die aus dem Rahmen fällt. Kunst, die keine Beschränkungen mehr akzeptiert. Bild, Skulptur, Installation? Wer braucht noch solche…
Die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen vom Dezember 1948 verbietet jede Form der Unterscheidung zwischen Menschen „nach Rasse“. 17 Jahre später nimmt die Antirassismuskonvention der UN den Begriff auf und verbietet „jede auf der Rasse“ beruhende Diskriminierung. Das Abkommen erscheint 1969 im Bundesgesetzblatt und ist seither deutsches Recht. Auch die Europäische Menschenrechtskonvention, unterzeichnet im November 1950 in Rom, hebt beim Diskriminierungsverbot ausdrücklich auf „Rasse“ ab. Nicht anders die Grundrechte-Charta der EU, die Benachteiligungen wegen der „Rasse“ ächtet und im Dezember 2009 in Kraft tritt. In modernen Zeiten also. Da ist die Erkenntnis eigentlich schon wesentlich weiter, wie die Gleichbehandlungsrichtlinie der Gemeinschaft vom Juni des Jahres 2000 beweist. Sie bleibt beim damals schon umstrittenen R-Wort, löst den Konflikt aber in der Präambel klug auf: „Die Europäische Union weist Theorien, mit denen versucht…