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Sie halten einen anderen stern in den Händen als sonst. Nicht nur, dass sich die gesamte Ausgabe monothematisch mit der Klimakrise beschäftigt. Sie ist zudem gemeinsam mit der Bewegung Fridays for Future entstanden – genau wie weitere digitale Projekte, die am 24. und 25. September anlässlich des Weltklimatags folgen. Warum machen wir das? Weil wir finden, dass das Thema Klimaschutz nach wie vor die größtmögliche Aufmerksamkeit braucht, und wir selbstkritisch erkennen, dass wir genau das in den letzten Monaten journalistisch versäumt haben. Wir räumten der Berichterstattung rund um das Coronavirus verständlicherweise viel Raum ein, anstatt uns weiter mit der anderen Überlebensfrage unserer Zeit zu beschäftigen ... „Deutschland entscheidet, erst 2038 aus der Kohle auszusteigen – und es ist nicht wochenlang ein Skandal. Die EU beschließt ein riesiges Corona-Finanzpaket – und…
Wie Ruben Rehage und Nele Spandick in ihrem Porträt über die Aktivisten von Fridays for Future auf Seite 48 schreiben: „Sie fordern gar nichts Übermenschliches von den Politikern. Sie fordern die Einhaltung der Klimaziele von Paris, sie fordern, dass die Politik ihr eigenes Versprechen hält.“ Wer von Fridays for Future an dieser Ausgabe beteiligt war, lesen Sie auf Seite 14. Auch die großen Umweltverbände Deutschlands unterstützen unsere Aktion und Anliegen: siehe Seite 44.…
REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, Sie erwähnen, Colt Cunningham habe sich im Wahlregister als „Independent“ eintragen lassen. Sagt er damit, zu keiner Partei zu gehören? Tragen schon künftige Wähler ein, zu welcher Partei sie tendieren? Das verstieße doch gegen den Datenschutz und wäre keine geheime Wahl. Christiane Petereit, Griesheim Sehr geehrte Frau Petereit, um ihre Stimme abzugeben, müssen sich Wähler in vielen Bundesstaaten der USA registrieren lassen. Dies können sie als Republikaner oder Demokraten tun, müssen aber bei der Wahl keinesfalls diese Partei wählen, ihre Stimmabgabe bleibt geheim. Sie können sich auch als Independent registrieren, also keiner Partei zugehörig – und auch dann natürlich wählen, wen sie wollen. Der Rodeoreiter Colt Cunningham aus Oklahoma etwa ist als Independent registriert und will Donald Trump wählen. Auch Kandidaten anderer Parteien, zum Beispiel…
Es war genau vor einem Jahr: Eine Schülerin segelte über den Ozean, um bei den Vereinten Nationen in New York die ältere Generation anzuklagen. „How dare you!“ Nie zuvor rückten Klimaaktivisten so stark ins Zentrum der öffentlichen Beachtung. Nie war sich die Menschheit ihrer existenziellen Bedrohung so bewusst und der unverhandelbar kurzen Zeit, die zur Abwendung der Katastrophe nur noch bleibt. Und nie war die Bereitschaft zu grundlegenden Veränderungen größer. Viele gelobten Besserung und nahmen sich vor, der Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles von nun an die höchste Priorität einzuräumen. Auch der stern. Was ist aus all den guten Vorsätzen geworden? Wenige Monate nach Greta Thunbergs Auftritt in New York kam ein Virus in die Welt und zieht seitdem fast die gesamte Aufmerksamkeit der Politik, der Medien und der Gesellschaft auf sich.…
Vergessen Sie das mit den Plastiktüten. Um die geht es nicht. Sie sind mies für die Umwelt, aber auch nicht so viel schlechter als Papiertüten. Wichtig ist halt, eine Tüte so oft wie möglich zu benutzen – egal, woraus sie besteht. Der Umstieg von Plastik- auf Papiertüten jedenfalls wird uns, Sie und mich und unsere Kinder, nicht retten. Das gilt für viele Alltagsdinge und -entscheidungen. Der haltbare Baumwollbeutel, der Umstieg auf vegetarische oder vegane Ernährung, der Paradigmenwechsel von „immer mehr“ zu „besser weniger“ reichen nicht. Aber denken Sie jetzt bitte nicht, Sie könnten einfach so weitermachen wie bisher, à la „nach mir die Sintflut“. Nein. Jeder von uns sollte nicht nur, sondern muss sein Leben so nachhaltig wie möglich gestalten, alles andere ist mit Blick auf die kommenden Generationen rücksichts-…
WELTRAUMWETTER Die Anzahl der Sonnenflecken ändert sich in einem etwa elfjährigen Zyklus. Mit ihr nimmt auch die Zahl der Plasma-Eruptionen an der Sonnenoberfläche zu, die wiederum Auswirkungen auf Magnetfeld und Atmosphäre der Erde haben können. Jetzt hat ein neuer Sonnenzyklus begonnen und bringt verhältnismäßig ruhiges Weltraumwetter, sagen Experten der Nasa vorher. Zumindest aus dem All drohen also vorerst wohl keine Extremwetterlagen. BITTE LÄCHELN Die Burmesische Dachschildkröte hat Grund zu grinsen. Vor 20 Jahren galt die Art als ausgestorben. Dann fanden Forscher drei Exemplare im Teich eines Tempels in Myanmar. In Gefangenschaft sind seitdem über 1000 der Schildkröten geschlüpft. Inwzwischen brüten ausgewilderte Weibchen wieder in ihrem natürlichen Lebensraum. Die Art ist nicht mehr unmittelbar bedroht. MASKENRECYCLING Seit der Corona-Pandemie sind Müllsortieranlagen vielerorts überfordert. Was viele nicht wissen: Einwegmasken und Gummihandschuhe gehören…