WENN ETWAS kompliziert wirkt, sorgt meist eine simple Frage für Klarheit: Cui bono? Wem nützt es? Wer hat einen Vorteil davon, wenn Nike, der größte Sportartikelhersteller der Welt, ausgerechnet den von der NFL ausgestoßenen Quarterback Colin Kaepernick zum Star seiner neuen Werbekampagne macht?
Erst mal natürlich Nike selbst. Die provokante Wahl zusammen mit dem Slogan „Glaube an etwas, selbst wenn es bedeutet, dass du alles dafür opfern musst“ haben der Marke viel Aufmerksamkeit beschert, die wahrscheinlich wichtigste Währung unserer Zeit.
Der Grund: Colin Kaepernick ist ein Idol der Bürgerrechtsbewegung, seit der Star der San Francisco 49ers vor zwei Jahren auf dem Spielfeld knien blieb, als die US-Nationalhymne gespielt wurde. Seine Begründung: „Ich werde nicht aufstehen und stolz für eine Fahne demonstrieren, die für ein Land steht, das Schwarze und andere…