Negócios & Finanças
Capital

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07/2020

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

País:
Germany
Língua:
German
Editora:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Periodicidade:
Monthly
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editorial

In der Theorie, den Lehrbüchern und Ratgebern klingt Vermögensaufbau immer ganz einfach. Eigentlich muss man nur regelmäßig investieren, ETFs als Basis nehmen, diversifizieren und dann durchhalten statt durchdrehen. Also eine gesunde Mischung aus André Kostolany, John Bogle und Benjamin Graham. Der Erste riet, zu kaufen und sich schlafen zu legen; der Zweite, breit und günstig in Indizes zu investieren; und der Dritte, als Erstes in den Spiegel statt auf die Börse zu schauen: sich also selbst als Anleger kennenzulernen, statt zu rätseln, wohin die Kurse an den Märkten sich entwickeln könnten. Wenn es denn so einfach wäre! Würde die ganze Menschheit ruhig und rational handeln, gäbe es keine Bewegung mehr. Die Welt wäre ein großes ETF-Portfolio, das langsam und träge wächst, aber fast erstarrt. Der Markt lebt eben auch von Panik und…

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betr. capital

ZUM INTERVIEW MIT SAHRA WAGENKNECHT „BISHER HAT DER KAPITALISMUS ALL SEINE KRISEN ÜBERLEBT“ (06/2020) Dieser sogenannte Kapitalismus wird meistens für die Probleme verantwortlich gemacht, die aus dem politischen Versuch resultieren, ihn abzuschaffen. Nur ein freier Markt ohne Einschränkungen führt zu Wohlstand und positiven Veränderungen, das hat uns die Vergangenheit bisher gelehrt. Eine Staatsdiktatur nach sozialistischem Vorbild bewirkt genau das Gegenteil, auch das haben wir bisher gelernt. Leider scheint dieser Geist immer noch sein Unwesen zu treiben und Menschen falsche Hoffnungen zu schenken. DIMI ACKATA, via Facebook Der Kapitalismus ist nicht perfekt, aber sorgt Schritt für Schritt für Wohlstand, auch und gerade wegen der Globalisierung. Ich habe noch kein besseres System entdeckt. Es gibt immer Gewinner und Verlierer, das liegt in der Natur der Dinge. YUSUF GÜNES, via Facebook ZUM KOMMENTAR „WIRECARD BRAUCHT EINEN NEUEN CHEF“…

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brose-chef rechnet ab

Kritik an Konjunkturprogramm der Regierung und an Kollegen // „Einseitige Euphorie für Elektroautos“ Mit dem Chef des Autozulieferers Brose, Michael Stoschek, rechnet ein führender deutscher Automanager erstmals offen mit der Politik und den Kollegen der eigenen Branche ab. Der Verzicht der Bundesregierung auf eine Kaufprämie für moderne Verbrennerautos sei „absolut nicht nachvollziehbar, falsch und geradezu fatal“, sagte Stoschek Capital. Die schwarz-rote Koalition habe es versäumt, „die Arbeitsplätze in unserer Industrie spürbar und in der Breite technologieoffen zu unterstützen“. Zugleich kritisierte Stoschek die Manager der großen Hersteller. Statt offen die Umweltprobleme von Elektroautos anzusprechen, folgten viele Manager den Vorgaben der Politik: „Insofern haben die Automobilgegner ein freies Schussfeld, solange sich die Industrie nicht wehrt.“ Die Kritik von einem der größten deutschen Autozulieferer zeigt, dass das Konjunkturpaket der Regierung mitnichten die Zukunftssorgen der Unternehmen…

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„die arbeitslosigkeit in den usa liegt auf rekordhoch“

Mit voller Wucht hat die Corona-Pandemie die USA getroffen, das zeigt auch der steile Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Von „historischer Krise“ und „Rekordhöchstständen“ ist zu lesen – aber stimmt das auch? Mit 14,7 Prozent im April lag die Arbeitslosenquote tatsächlich so hoch wie nie seit Beginn der offiziellen Zählung durch das US-Arbeitsministerium im Jahr 1948. Ökonomen haben aber auch für die Zeit davor verlässliche Zahlen ermittelt – und die zeigen, dass die Lage während der Großen Depression deutlich ernster war: Mit wenigen Ausnahmen lag die Arbeitslosenquote in den 1930er-Jahren durchweg über dem aktuellen Höchstwert, sie stieg in der Spitze sogar auf über 25 Prozent. Nun gibt es zudem erste Anzeichen für eine Erholung: Entgegen den meisten Vorhersagen stieg die Arbeitslosenquote im Mai nicht weiter, sondern sank auf 13,3 Prozent.…

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manager zweifeln an tech-kompetenz

Deutschlands Führungskräfte sorgen sich um die digitale Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen. Dieses Bild zeichnet eine Studie der Bertelsmann Stiftung und der Uni Witten/ Herdecke, für die 2019 knapp 1 000 Manager befragt wurden. Die Ergebnisse lagen Capital vorab vor. So ist laut Studie nur ein Fünftel der befragten Führungskräfte überzeugt, das eigene Unternehmen sei bei Zukunftstechnologien wie künstlicher Intelligenz oder Big Data auf der Höhe der Zeit. 49 Prozent der Befragten attestieren ihren Firmen beim Thema Digitalisierung „großen Nachholbedarf“. Zwar sei die digitale Transformation nach Ansicht von 61 Prozent firmenintern ein wichtiges strategisches Thema, doch werde das Thema „vorwiegend unter Kostengesichtspunkten betrachtet“, wie knapp 40 Prozent der Befragten ein- Digitalisierung ist eine knifflige Aufgabe – und nicht alle Manager können die Lage in ihren Firmen entwirren gestehen – keine guten Vorzeichen angesichts knapper…

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aufbrecher

MATAN BEERY hat mit seinem Start-up Akvola eine Technologie entwickelt, mit der sich Abwässer reinigen lassen, ohne viel Energie zu verbrauchen DAS PROBLEM Bei der Metallverarbeitung, in der Lebensmittelindustrie oder bei der Förderung von Öl und Gas wird Wasser verschmutzt. Es zu reinigen ist aufwendig und energieintensiv: Etwa zwei Prozent des weltweiten Stromverbrauchs entfallen auf die Wasseraufbereitung. DIE LÖSUNG Normalerweise wird bei der Aufbereitung Gas unter hohem Druck im Wasser gelöst. Die entstehenden Bläschen binden Partikel oder Öltropfen und können abgeschöpft werden. An der TU Berlin hat Beery ein Verfahren entwickelt, bei dem rotierende Keramikscheiben das Gas verteilen und so Wolken aus winzigen Bläschen bilden. Dafür ist viel weniger Druck notwendig – bis zu 90 Prozent der Energie können laut Beery eingespart werden. DER MARKT 2013 hat Beery das Start-up aus-gegründet, heute hat es 25 Mitarbeiter und…