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DETAIL 4/2021 Sanierung und Umnutzung / Redevelopment and conversion

-----DETAIL ist die internationale Zeitschrift für Architektur + Baudetail. Sie erscheint 10-mal im Jahr. Zusätzlich erscheinen die Sonderhefte DETAIL Green für nachhaltiges Bauen, DETAIL Structure als Schnittstelle zwischen Architekten und Bauingenieuren und DETAIL Inside mit allen relevanten Aspekten der Innenarchitektur. Das Fachmagazin wird in mehr als 90 Länder als bilinguale deutsch-englische Ausgabe geliefert. DETAIL bietet Dokumentationen und Informationen zu Bauobjekten aller Kategorien. Schwerpunkt: Das Detail im konstruktiven und architektonischen Zusammenhang. -----DETAIL is the international journal dedicated to architecture and construction details. Each issue focuses on a particular aspect of design, such as constructing with concrete, roof structures, etc. Emphasis is placed on presenting designs in great detail, and complementing these with drawings in practical scales and superb photographs that illustrate real world examples from near and far. Detail German/English Edition is published 10 times per year (+ special issues DETAIL Green, DETAIL Structure and DETAIL Inside).

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País:
Germany
Língua:
German
Editora:
DETAIL Business Information GmbH
Periodicidade:
Monthly
13,80 €(IVA Incl.)
131,83 €(IVA Incl.)
10 Edições

nesta edição

3 minutos
neue nutzungen für alte gebäude

New Uses for Old Buildings Wenn Altbauten ihre Lebensgeschichte erzählen könnten, hätten sie allerhand zu berichten: von Zuneigung und Vernachlässigung, Jobwechseln und Arbeitslosigkeit, gesundheitlichen Problemen und gelegentlich auch von unverhoffter Heilung. Nun können Häuser weder sprechen noch schreiben. Doch die Sanierungen und Umbauten in dieser Ausgabe erzählen genau solche Geschichten. In den meisten Fällen gingen sie mit einem radikalen Nutzungswechsel einher: Die Schönburg in Bern, einst Sitz der Schweizerischen Post, ist von Theo Hotz Partner und Marazzi + Paul zum Wohn- und Hotelkomplex umgebaut worden. In Memmingen haben Heilergeiger eine Fabrikantenvilla zur Kindertagesstätte umfunktioniert und in der Textilfabrik Fabra i Coats in Barcelona sind nach einem Entwurf von Roldán & Berengué 46 Künstlerwohnungen und eine Trainingshalle entstanden. Das ehemalige Kapuzinessenkloster und Landeshospital in Paderborn ist heute ein Ort der Büroarbeit –…

7 minutos
form sticht funktion

Where Form Trumps Function Snøhetta’s new building for Le Monde seeks to symbolize the dichotomies of its function but fails to address all its needs. Alles begann mit einem Fernsehauftritt des Präsidenten: Am 14. Juli 1988 verkündete François Mitterrand in seiner Sendung zum französischen Nationalfeiertag die Absicht, eine neue Nationalbibliothek zu bauen. Daraufhin bot Jacques Chirac, damals Bürgermeister der französischen Hauptstadt, ihm ein Grundstück auf einem ehemaligen Güterbahnhof hinter dem Gare d’Austerlitz an. Dominique Perraults Bibliothèque Nationale de France war der erste Baustein eines Mammutprojekts, bei dem 130 ha Gleisfläche im 13. Pariser Arrondissement in ein neues Wohn- und Geschäftsquartier transformiert wurden. Ende 2020 nun hat der Medienkonzern Le Monde dem noch unvollständigen Puzzle mit der Eröffnung seines neuen Hauptsitzes ein weiteres Stück hinzugefügt. Das 23 000 m2 große Gebäude direkt hinter dem…

4 minutos
softwarescheune in der oberpfalz

Software Barn in Rural Bavaria In the small town of Falkenberg, J. Mayer H. und Partner are building for one of the region’s largest IT companies. Falkenberg hat Glück. 26 Baudenkmäler zählt der Ort mit knapp 1000 Einwohnern. Eines ist die mittelalterliche Burg, das kulturelle Zentrum der Gemeinde. Den wirtschaftlichen Mittelpunkt bildet die Firma IGZ, die Softwarelösungen für Logistikunternehmen entwickelt. 1999 von zwei Falkenbergern gegründet, sind heute 400 Mitarbeiter dort beschäftigt. Den Anfang machte – warum soll es in Bayern anders sein als im Silicon Valley – die elterliche Scheune der Firmengründer. Diese Softwarescheune 1.0 wird auch heute noch genutzt. Seither ging es stetig bergauf: Am Fuß eines Hanggrundstücks am Ortsrand entstand 2005 das erste Gebäude, alle fünf Jahre kam ein weiteres hinzu. Nun ist die Firma am Gipfel angekommen mit der…

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gropius in manhattan

For our 60th anniversary, we are featuring highlights from our Detail Inspiration online database. Bei seiner Eröffnung 1963 war das Pan Am Building in Midtown Manhattan das größte Bürogebäude der Welt. Auf 287 000 m2 vermietbarer Fläche beinhaltet es heute 14 000 Arbeitsplätze. Seinen Ruhm hat der 246 m hohe Turm der radikal modernen Konzeption von Großraumbüros zu verdanken, vor allem aber der Formensprache von Walter Gropius: Da die Hochhausscheibe mitten in der Sichtachse der Park Avenue steht, hat er die Fassadenfronten abgeknickt und den Baukörper zu seinen Enden hin verschlankt. Direkt angebaut an den Grand Central Terminal, mit 44 Gleisen der größte Umsteigebahnhof New Yorks und direkt über dessen Gleistrassen gelegen, sollte sich ursprünglich ein Wolkenkratzer der Architekten Emery Roth & Sons in die Höhe recken. Wegen gestalterischer Einfallslosigkeit fiel…

9 minutos
mikrowohnen statt büroleerstand

Micro-living Instead of Vacant Offices Using exemplary floor plans in standard grids, a type catalogue shows how the conversion of vacant office buildings into age-appropriate living space can succeed. Die Präsenzkultur in Büros schwindet, Arbeitswelten definieren sich neu. Der Lockdown potenziert diese Entwicklung merklich. Die Anzahl ungenutzter gewerblicher Bestandsgebäude dürfte sich dadurch – nach zuletzt rückläufigem Trend – in Zukunft wieder erhöhen. Noch im Zeitraum 2011 bis 2019 betrug die Leerstandsquote von Büroflächen in den sieben größten Städten Deutschlands rund 6%. Ohnehin geriet der Gebäudetyp also in den Fokus, wenn es darum ging, Umnutzungspotenziale zu eruieren und Lösungen für einen gleichzeitig steigenden Wohnbedarf in urbanen Zentren zu finden. Einen Ansatz liefert nun der „Typenkatalog zur Umnutzung gewerblicher Bestandsgebäude in Mikroapartments, vorbereitet für altengerechtes Wohnen“. Er ist das Resultat einer Forschungsarbeit, die vom…

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„man darf nicht immer gleich zum bleistift greifen“

“You shouldn’t always grab a pencil straight away” Reusing buildings in a sensible way is a challenge, but from an ecological perspective there is no alternative. Even with outstanding architectural monuments, pragmatism is indispensable, as Wessel de Jonge explains. Woher rührt Ihr Interesse an historischer Bausubstanz? War das Thema schon in Ihrem Studium wichtig? Der Keim wurde tatsächlich schon während meines Studiums in Delft gelegt. Einer meiner ersten Mentoren war Professor Jan Molema. Er ließ uns Gebäude analysieren, die als Meisterwerke galten, aber dennoch kaum erforscht waren. Wir haben sie untersucht, um zu verstehen, wie sie architektonisch aufgebaut waren und welche Entwurfsentscheidungen der Architekt getroffen hatte. Molema wurde bekannt mit seinen Analysen des Werks von Gaudí, war aber auch ein Bewunderer von Jan Duiker. Duiker war der Architekt des Tuberkulosesanatoriums Zonnestraal, dessen Sanierung Sie…