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DETAIL 5/2021 Mauerwerk / Masonry

-----DETAIL ist die internationale Zeitschrift für Architektur + Baudetail. Sie erscheint 10-mal im Jahr. Zusätzlich erscheinen die Sonderhefte DETAIL Green für nachhaltiges Bauen, DETAIL Structure als Schnittstelle zwischen Architekten und Bauingenieuren und DETAIL Inside mit allen relevanten Aspekten der Innenarchitektur. Das Fachmagazin wird in mehr als 90 Länder als bilinguale deutsch-englische Ausgabe geliefert. DETAIL bietet Dokumentationen und Informationen zu Bauobjekten aller Kategorien. Schwerpunkt: Das Detail im konstruktiven und architektonischen Zusammenhang. -----DETAIL is the international journal dedicated to architecture and construction details. Each issue focuses on a particular aspect of design, such as constructing with concrete, roof structures, etc. Emphasis is placed on presenting designs in great detail, and complementing these with drawings in practical scales and superb photographs that illustrate real world examples from near and far. Detail German/English Edition is published 10 times per year (+ special issues DETAIL Green, DETAIL Structure and DETAIL Inside).

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País:
Germany
Língua:
German
Editora:
DETAIL Business Information GmbH
Periodicidade:
Monthly
13,80 €(IVA Incl.)
131,83 €(IVA Incl.)
10 Edições

nesta edição

3 minutos
neu entdeckte vielfalt

Newly Discovered Variety Kennen Sie das Zitat von Mies van der Rohe zu Mauerziegeln? „Wie vernünftig ist diese kleine handliche Form, so nützlich für jeden Zweck! Welche Logik im Verband, in Muster und Textur! Welcher Reichtum in einer einfachen Mauerfläche! Aber wieviel Disziplin verlangt dieses Material!“ Zu Recht verweist die Ziegelindustrie gerne auf diese Passage aus der Antrittsrede des Architekten, mit der er sich 1938 als neuer Architektur­Direktor am Armour Institute of Technology in Chicago an die Studierenden richtete. Mies hat luftige Hochhäuser aus Glas und Stahl entworfen. Umso mehr adelt seine Wertschätzung für das Mauerwerk diese bodenständige Bautradition. Auch heute ist der „Reichtum“, den Mies beschreibt, noch lange nicht in seiner Vielfalt erschöpft, vielmehr wird das Bauen mit Mauerwerkssteinen gerade neu entdeckt. Welche ornamentalen Möglichkeiten es dabei gibt und wie…

5 minutos
staub und glamour

Grit and Glam Baas Arquitectura transforms an old industrial shed in Barcelona into a museum by adding abstract sculptural elements inside and out. Der Kontrast zwischen alt und neu ist nicht zu übersehen bei diesem Umnutzungs- und Sanierungsprojekt für das Oliva Artés Museum, einer neuen Zweigstelle des Museums für Geschichte in Barcelona (MUHBA). Dabei ist der Bestandsbau, ein hundert Jahre altes Fabrikgebäude aus Ziegel und Stahl, größtenteils unverändert. Baas Arquitectura haben eine Reihe von abstrakten skulpturalen Objekten aus gold verzinktem Stahl in die Innenräume und an die Fassaden der alten Fabrik hinzugefügt. Das Ergebnis gleicht einer minimalistischen Kunstinstallation. Denn die verwitterte Textur des Bestands verstärkt den Kontrast zu den goldfarben schimmernden Elementen, die das historische Industriegebäude in den Rang eines Museums heben. Donald Judds Transformation des Armeestützpunkts im texanischen Marfa oder der…

8 minutos
empathie first! räume für das miteinander

Empathy first! Spaces for Togetherness Alexander Hagner and Ulrike Schartner from gaupenraub +/– are experts in building for the homeless. In “Building for the Community in Vienna” the architects describe their experience – we publish an excerpt from this recently issued book below. Ihr plant sehr viel für die VinziRast, einen Verein, der sich um Obdachlose kümmert. Wie kam es dazu? Alexander Hagner: Als ich zum Studium nach Wien kam, war ich erstmals mit obdachlosen Menschen konfrontiert. Das hat mich schockiert und betroffen gemacht. Damals hatte ich die vage Idee, Häuser für Obdachlose zu bauen, sobald ich einmal als Architekt viel Geld verdiene. Jahre darauf las ich in der Zeitung, dass der Gründer des VinziDorfs in Graz, Pfarrer Wolfgang Pucher, auch in Wien so ein Dorf für Obdachlose bauen will. Ich fragte ihn,…

5 minutos
schattner – die kunst der fuge

The Art of the Intervention For our 60th anniversary, we are featuring highlights from our Detail Inspiration online database. Der Name Karljosef Schattner begegnete mir zum ersten Mal im Architekturstudium. An der TU München sprachen Mitte der 1980er-Jahre alle von ihm. In den Vorlesungen und in unseren Arbeitsräumen waren seine Interventionen in Eichstätt ein großes Thema. Die spektakuläre Transformation des Ulmer Hofs in eine Fachbereichsbibliothek der Katholischen Universität hatte es uns besonders angetan. Zwischen 1978 und 1980 hatte Schattner das Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert für die Gegenwart präpariert und damit den Umgang mit alter Bausubstanz neu definiert. Spätestens jetzt endete sein Status als Geheimtipp, den er sich seit 1957 in der Funktion als Leiter des Diözesanbauamts erworben hatte. Sogar die britische Zeitschrift Architectural Review hatte den ausschließlich regional agierenden Baumeister des…

9 minutos
mutter erde im 3d-druck

Mother Earth in 3D Printing Together with a company specialising in the field, Mario Cucinella Architects have constructed the world’s first 3D printed clay building in Italy. Der 3D-Druck mit Beton erlebt derzeit rund um den Globus einen regelrechten Hype. Aber ein Dilemma bleibt bestehen: Auch gedruckte Betonbauten benötigen eine Menge Zement – und auf die Zementproduktion entfallen derzeit allein acht Prozent der weltweiten CO2 -Emissionen. Für Mario Cucinella Architects war dies Grund genug, sich nach Alternativen umzusehen. Fündig wurden sie buchstäblich unter ihren eigenen Füßen: Die Idee, Gebäude vorwiegend aus lokal gewonnenem Erdaushub zu errichten, wird im Stampflehm- und Lehmziegelbau seit Jahrtausenden weltweit praktiziert. Gemeinsam mit dem auf 3D-Druck spezialisierten Unternehmen Wasp und einer Reihe weiterer Industriepartner haben die Architekten die Lehmbauweise jetzt auf ein neues Technologieniveau gehoben. Auf dem Grundstück…

3 minutos
future cities – reshaping architecture

Der lebendige urbane Alltag ist ein Experiment, und die Zielsetzungen dazu verändern sich. Heute sind die Städte, in denen wir leben, nicht unbedingt die, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Woran liegt das? Wie begegnen wir den wachsenden Herausforderungen mit überzeugenden Konzepten, nachhaltigen Strategien und konkreten Lösungen? Der eintägige Detail-Digitalkongress „Future Cities – Reshaping Architecture“ am 22. Juni 2021 stellt diese Fragen zur Diskussion und zeigt Perspektiven auf. Im Fokus stehen dabei Systeme und Konzepte, die grüner, gesünder und nachhaltiger sowie integrativer und sicherer sind: Urbane Räume, die unsere Lebensqualität steigern und sich als zusammenhängendes Ökosystem verstehen. Städte, die widerstandsfähiger und wirtschaftlich produktiver sind, während sie die Klimakrise frontal angehen. Architekten, Stadtplaner und die Industrie teilen ihre Überlegungen zu Zukunftsstädten, stellen Projekte und Forschungsstudien vor. Kai-Uwe Bergmann von BIG wird zur Vision der Woven…