Heimat, altes Haus, bist ja immer noch da, einfach nicht totzukriegen, sprießt wie Unkraut im Frühling, überlebst alles, Glyphosat und Gotthilf Fischer, Missbrauch und Häme. Erinnerst du dich an die Zeit, als die Menschen, kaum fiel dein Name, Heino im Ohr hatten und das Bellen eines Schäferhunds? Als sich bei „Heimat!“ eine Alpenkulisse auf die Hirnrinde brannte und Fischernetze von der Schädeldecke hingen? Und jetzt, altes Haus, wird man sich plötzlich deiner bewusst, mit ungeahnter Vehemenz. Viele finden dich sogar cool. Politiker halten dich für ministrabel. Selbst jene, die dir stets vorwarfen, ewig gestrig zu sein, geraten ins Sinnieren. Über dich.
Was hat sich hier verändert? Du, Heimat? Die Menschen? Oder nur ihr Blick auf dich?
77 Prozent der Deutschen fühlen sich nach einer Allensbach-Umfrage stark oder sehr stark mit…
