Sehr früh im Buch sagt uns David Vann, womit wir zu rechnen haben: „Momentum. Das ist das wichtigste Wort in unserem Leben. Wir müssen dem Momentum folgen, selbst wenn wir wissen, dass das, was kommt, nicht gut ist.“ Ein paar Seiten weiter heißt es: „Ein schwerer Revolver wie eine .44 Magnum, eigentlich gedacht für Bären, verlangt nach einem Blutbad wie in Dirty Harry.“
Ein Gemetzel wird es nicht, aber „Momentum“, die Studie einer menschlichen Ausweglosigkeit,ist nicht minder beklemmend. Jim, 39, Zahnarzt, reist von Alaska nach Kalifornien, um sie noch einmal alle zu sehen: die ungeliebten Eltern, den rührend bemühten Bruder, die fremd gebliebenen Kinder, seine Amour fou Rhoda. Sie alle bemühen sich, dem lebensmüden Jim einen Weg zu weisen. Einmal fragt der seinen Schulfreund John: „Glaubst du, es gibt einen…