„Dann sind’s halt zwei“, haben mein Mann Gunnar und ich gedacht, als ich zum ersten Mal schwanger war und wir erfuhren, dass wir Zwillinge bekommen. Die Tatsache, dass wir überhaupt Eltern werden, erschien uns so viel größer als das Detail, dass wir bald zu viert statt zu dritt sein würden. Wir waren beide Ende zwanzig und promovierten, ich in Biomedizin, Gunnar in Chemie. Ein damals neues Familienförderprogramm an meinem Forschungsinstitut half bei dem Entschluss, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Kind wäre. Meine Schwangerschaft war toll, auch wenn ich irgendwann einen riesigen Bauch hatte – am Ende konnte ich Unebenheiten im Boden nicht mehr sehen, und wenn ich hinfiel, bin ich ohne fremde Hilfe nicht mehr hochgekommen ... Wir fanden es auch schön, zweieiige Zwillinge zu kriegen, ein Mädchen…