»Ich wollte nach der Geburt meiner Tochter für sieben Monate in Elternzeit und dann in Teilzeit arbeiten. Wie ich ihm das antun könne, fragte mein Chef. Von da an wurde ich aufs Abstellgleis geschoben. Ich war so verletzt, dass ich kündigte.« Frau Runge, was Mütter und Väter in dieser BRIGITTE über ihre Erlebnisse im Job berichten, klingt zum Teil haarsträubend.
SANDRA RUNGE: Ja, absolut. Und es entspricht dem, was ich selbst erlebt habe. Als ich aus meiner ersten Elternzeit auf meine Stelle als Abteilungsleiterin bei einer mittelständischen Firma zurückkehrte, wurde mir gekündigt. Der Job sei ausgelagert, hieß es, was sich später als Lügenmärchen herausstellte. Ich klagte, erhielt eine Abfindung, machte mich selbstständig. Seitdem sind zehn Jahre vergangen, doch ich habe das Gefühl, nichts hat sich geändert! 80 Prozent meiner Mandant*innen…
