»Ein Geheimnis, das fast ein halbes Jahrhundert lang streng gehütet wurde« Liebe Leserin, lieber Leser,
Mensch, Susi!, dachte ich kopfschüttelnd oft halb amüsiert, hab mitleidig, wenn sie mal wieder zum Hörer griff. Denn egal, ob in einer Telefonzelle oder an einem 70er-Jahre-Apparat mit langer Schnur und Wählscheibe: In der Regel telefonierte das „Spatzl“ ihrem Tscharlie hinterher, jenem charmanten Lebenskünstler, den sie oft genug nicht erreichte, weil der sich gerade mit einer anderen Schönheit vergnügte oder irgendwo mit seinem biederen, treu ergebenen Freund Gustl die Stadt unsicher machte.
Helmut Dietls Kultserie „Münchner Geschichten“ war für mich als oberbayerischer Teenager ein großer Spaß. Zum einen: große, weite Welt, nämlich München. Zum anderen: schräge junge Erwachsene, die irgendwie aber nicht wirklich erwachsen schienen. Und trotzdem liebenswert waren, auch Susi, die alles andere war…
