Wenn man eine Autorin entdeckt, die schreibt, als würde sie einen schon das ganze Leben lang kennen, fühlt sich das an, als hätte man eine neue Freundin gefunden. So ging es mir mit Sloane Crosley, einer amerikanischen Schriftstellerin, von der mir eine gute Freundin kürzlich ein Buch schenkte, eine Sammlung von Essays mit dem Titel Look Alive Out There. Mehrere Sätze in dem Buch habe ich abfotografiert (mache ich immer, wenn ich keinen Marker dabei habe), und einer lautete: „Manchmal ist es leichter, an einem Ort dein eigentliches Ich auszuleben, an dem nichts von deinem angeblichen Ich jemals existiert hat.“
Wenn man verreist, umzieht oder auswandert, hat man den Vorteil, sein eigentliches Ich sein zu können, weil noch keiner einen kennt. Volltreffer! Diesen Rat gebe ich oft anderen, aber weniger…
