Das Ufergelände De Ceuvel im Amsterdamer Norden war lange wenig idyllisch. Früher stand hier eine Werft, Schwermetalle und Chemikalien sickerten in die Erde und kontaminierten den Boden. Jetzt stehen auf dem Gelände am Johan-van-Hasselt-Kanal Büros, Galerien, Werkstätten, ein Hotel, ein Café und ein Gewächshaus. In Hausbooten auf Pfählen, Ansässige und Gäste erreichen sie auf Stegen, ohne den Boden zu berühren.
„Wenn urbane Räume brachliegen, verfallen sie, und Kriminalität hält Einzug – so war es auch, als die Werft dichtmachte“, erinnert sich Vincent Kuyvenhoven, der Sprecher der Gemeinschaft. Dann schrieb die Stadt Amsterdam das Gebiet als Projekt aus – es wurde ein Ökokonzept auf Stelzen.
„Das Café und die Stege haben wir aus Müll gebaut,“ erklärt Kuyvenhoven. Die Hausboote sollten verschrottet werden, sie wurden zum symbolischen Preis von einem Euro gekauft.…