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Manchmal reicht hier der Platz einfach nicht. In dieser Woche hätte ich Ihnen gern meine Gedanken zu unserer Titelgeschichte geschrieben (ich habe mich in fast jedem Irrtum wiedererkannt) oder Ihnen von unserem Treffen mit Annegret Kramp-Karrenbauer erzählt (das angenehm offen war, Seite 58). Oder Sie noch einmal auf unseren Schwerpunkt zum Thema Organspende hingewiesen, den wir in dieser Ausgabe mit einem nachdenklichen Streitgespräch beschließen (Seite 76). Aber: Am 25. Mai findet hier bei Gruner + Jahr wieder der „Tag des Journalismus“ statt. Wir öffnen unsere Redaktion für Sie, um Ihnen zu zeigen, wie wir arbeiten, und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. An diesem Tag wird auch der renommierte Nannen Preis für die besten journalistischen Arbeiten des Jahres 2018 verliehen. Für uns Redakteure ist dieser Tag etwas ganz Besonderes. Denn…
Özil entschied sich, für Deutschland zu spielen, weil er Titel gewinnen wollte. Ich glaube, dass sein Herz in Wirklichkeit nie für Deutschland schlug.Hans Meyer, per E-Mail Fairer Bericht stern Nr. 14/2019, „Was ist da schiefgelaufen?“ – Warum der einstige WM-Held Mesut Özil so sehr die Nähe Erdogans sucht Danke für den fairen Bericht über Mesut Özil. In meinen Augen ist er einer der Spieler, die die deutsche Nationalmannschaft Richtung schön anzuschauenden Fußball gedreht haben, und dafür sollten wir ihm dankbar sein. Dass das Leben im Rampenlicht verdammt schwer sein kann, haben vor ihm schon viele junge Sportler erfahren – auch ohne die zusätzliche Problematik des multikulturellen Hintergrunds. Silvia Twardawa-Lüth, Berlin Berechtigte Entrüstung Natürlich kann ein Fußballspieler zur Hochzeit einladen, wen er will. Ein ehemaliger deutscher Nationalspieler sollte aber wissen, welchen…
Bei einer ganz normalen Familie Wie ist sie wirklich, die Frau mit dem Kopftuch, die Frau, die nach dem Anschlag von Christchurch die ganze Welt beeindruckte? Diese Frage stellte sich Jonas Breng (r.), als er aufbrach, um über die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern zu berichten. Breng begann seine Recherche im Städtchen Morrinsville, wo er Arderns Eltern, Ross und Laurell, bei der Arbeit auf ihrem Grundstück antraf – es war das erste lange Interview, das sie gaben. Ross Ardern (l.) sagt: „Wir wussten schon immer, dass aus Jacinda etwas Großes wird. Aber das sagen wahrscheinlich alle Eltern über ihre Kinder.“ (Seite 42) Sauwohl! Bei ihren Recherchen zur Ferkelkastration verbrachten Norbert Höfler (l.) und Fotograf Jonas Wresch auch einen Tag auf einem Biohof bei Korbach. Hier haben die Schweine Auslauf, und die…
FRANKREICH KRATERSTIMMUNG Mitten in Paris hat sich die Erde geöffnet. Schroffer Fels umrahmt einen Krater, aus dessen Mitte eine gläserne Pyramide emporsteigt. Eine eindrucksvolle Installation des französischen Fotografen und Streetart-Künstlers JR im Auftrag des Louvre. Anlass ist ein Jubiläum: Vor 30 Jahren wurde die berühmte Glaspyramide im Innenhof des Museums eröffnet. Jetzt durfte Künstler JR seine Idee von der Geburtsstunde des Bauwerkes visualisieren. Dazu klebten 400 freiwillige Helfer ein Mosaik aus unzähligen Fotografien auf den Boden des Platzes. Aus dieser Perspektive entsteht ein dreidimensionaler Eindruck. BAHRAIN HOFFNUNGSTRÄGER Wahnsinn! Er trinkt etwas! Aus einer roten Plastikflasche! Und schaut dabei gedankenverloren in die Ferne! Spitzenbild! Der Mann, den die Fotografen hier von allen Seiten umringen, ist gerade einmal 21 Jahre alt und gilt als größtes Talent der Formel 1: Charles Leclerc. Fast…
Es steckt ein Sinn hinter dem Chaos. Ein verborgenes Ringen. Im Kern kündet das Brexit-Drama von dem Versuch des reaktionärsten Teils der Konservativen zur Neubegründung und Verewigung der alten englischen Klassengesellschaft. Alt gegen neu, oben gegen unten, Abschottung gegen Öffnung, das ist die Front, an der die Schlacht geschlagen wird. Das Alte, dessen Herrschaft keine Brüsseler Intervention, keine klassenbrechende Moderne verträgt, hat ein Gesicht: Jacob Rees-Mogg, erst 49 Jahre alt und doch politisch so sklerotisch, als stamme er aus dem 18. Jahrhundert. Der ehrenwerte Abgeordnete aus Somerset, einem Postkartenidyll im Südwesten der Insel, dirigiert die harten Brexiteers in Theresa Mays Partei. Zweimal haben sie im Unterhaus gegen deren Deal mit den Eurokraten gestimmt – und ihn durchfallen lassen. Dann, beim dritten Mal, schlossen sie einen perversen Pakt mit ihr und…
Frau Titzrath, Sie haben gerade angekündigt, dass Sie daran forschen, Container mit Flugdrohnen durch den Hamburger Hafen zu bewegen. Reichen Ihnen die Schiffe nicht mehr? Natürlich wird es die auch künftig im Hafen geben. Aber wir wollen sie immer schneller abfertigen – und bei leeren Containern könnten Drohnen helfen, maximal flexibel zu arbeiten. Technisch ist es schon heute möglich, die etwa zwei Tonnen Last per Drohne anzuheben. Wir müssen die Zukunft vorausdenken, ohne Einschränkungen. Das beflügelt: Plötzlich sprechen uns auch andere Firmen an, die neue Ideen und frische Blickwinkel auf logistische Herausforderungen haben. Welche ausgefallenen Transportwege fallen Ihnen denn noch ein? Wir haben zum Beispiel ein Joint Venture mit Hyperloop Transportation Technologies aus den USA gegründet, um eine Verladestation für den Transport von Containern mit hoher Geschwindigkeit durch Röhren zu…