Manchmal sind es nur wenige Kilometer, die den Traum vom Albtraum trennen – so wie in Kapstadt. Hier die Strände, die Restaurants, die Parks, der Glamour einer der schönsten Städte Afrikas. Dort, gleich hinter dem Tafelberg, die andere Welt: ein schier endloses Meer aus kleinen Häusern und Wellblechhütten, durchzogen von einem Spinnennetz aus Wegen. Die Cape Flats sind ein eigenes Universum, durchsetzt mit Drogen, Morden, Vergewaltigungen. Mncedisi Sogwangqa nennt sie sein Zuhause.
„Gewalt ist hier der Alltag, den Jugendlichen fehlt total die Perspektive“, sagt Sogwangqa, 49, den alle nur Izzy nennen. Es beginne mit einem Diebstahl, dann ein Überfall, irgendwann sei es nur noch ein kleiner Schritt,bis sie in einer Gang endeten. „Das wollten wir nicht länger akzeptieren.“
Wir – das ist Izzys Verein, der Brotherhood Social Club. Und sein…