Neulich im Bundestag, da waren sie wieder. Nach ganz hinten, in die letzte Reihe, wo man ungestört schwatzen kann, ohne tuscheln zu müssen, hatten sich die beiden Männer zurückgezogen. Rechts Friedrich Merz, der kommende Kanzler, links daneben Lars Klingbeil, der Mann, den er dafür braucht.
Und da war sie wieder, diese Frage, die niemand so recht beantworten kann.
Egal, wen man fragt, Parteifreunde oder Mitarbeiter, ja selbst jene, die in vertraulichen Runden dabei sind – keiner hat eine belastbare Antwort parat: Vertrauen sich Merz und Klingbeil?
Seit Wochen sitzen die Spitzenmänner von Union und SPD zusammen, um zu erreichen, was alternativlos ist: Schwarz-Rot, eine große Koalition, die ihren Namen nicht mehr verdient, niemanden elektrisiert. Das Wählervotum hat Merz und Klingbeil zum Erfolg verdonnert.
Sowohl der CDU- als auch der SPD-Chef…