An einem Morgen im August fährt der Lehrer Tristan Härter die grünen Hügelketten des Kölner Umlands hinab zum ersten Schultag nach den großen Ferien. Er ist unterwegs in sein neues Leben, diese Fahrt durch milde Spätsommerluft ist für ihn zugleich Flucht und Neuanfang. Mit jedem Kilometer, den er sich seiner neuen Schule nähert, entfernt er sich von seiner alten, aus der er fliehen musste.
Tristan Härter: ein Bär von einem Mann, 34 Jahre alt, fast zwei Meter groß, gutmütig, freundlich. Die vergangenen Monate, sagt er, hätten sich angefühlt wie eine Treibjagd. Die Beute sei er gewesen, allein und ohne Unterstützung. Hart, Härter, aber selbst ihn haben sie offenbar kleingekriegt, die Mutlosen, die Schweigenden, vor allem: die Rechtsextremen.
Jetzt wohnt er in Nordrhein-Westfalen, Supermarkt, Volksbank, Ernsting’s Family. Wo genau, will er…