Spazzacaldeira / Schweiz – Den letzten Schritt wagt auch er nicht. Aber selbst wenn Andreas Weiss einen Meter unter dieser Spitze der Spazzacaldeira steht, reicht das, damit sein Kumpel ein spektakuläres Bild schießen kann.
Die „Flamme“, wie die Felsnadel im Kanton Graubünden auch genannt wird, ist ein beliebtes Ziel für Kletterer, obwohl sie gar nicht ganz bezwungen werden kann. Oder gerade deshalb. Der Grund: Ihre Spitze in 2446 Meter Höhe ist so schmal, dass man darauf nicht stehen kann. Und wer hier die Balance verliert, fällt die fast senkrechte Wand hinunter.
Andreas Weiss ist erfahren genug, dieses Risiko nicht einzugehen – auch wenn sein Sicherungsseil, das rechts neben ihm herabhängt, den Sturz nach einigen Metern auffangen würde. Kurz genießt er den Sonnenuntergang, dann macht er sich an den Abstieg. Denn…