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GEO Epoche PanoramaGEO Epoche Panorama

GEO Epoche Panorama

12/2018

Nichts macht die Vergangenheit so lebendig wie eine Fotografie. Aus diesem Grund widmet sich GEO EPOCHE PANORAMA zweimal im Jahr mit opulenten und packenden Fotografien historischen Themen, die Geschichte schrieben. GEO EPOCHE PANORAMA ist eine Line-Extension von GEO EPOCHE, dem Geschichtsmagazin der GEO-Gruppe.

Land:
Germany
Språk:
German
Utgivare:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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SPECIAL: Sparen Sie 40% des Abopreises mit dem Code BDAY40
KÖP NUMMER
132,16 kr(Incl. tax)
PRENUMERERA
275,34 kr(Incl. tax)
2 Nummer

I DETTA NUMMER

access_time3 min.
liebe leserin, lieber leser

Das Optik-Team dieser Ausgabe: Christian Gargerle, Dennis Gusko und Jochen Raiß (von links) Dieses Heft handelt von einem Wunder: dem Sterben einer Stadt – und ihrer Auferstehung vom Tode. Denn im Sommer 1943 gelang es Briten und Amerikanern beinahe, Hamburg auszulöschen. Über einen Zeitraum von zehn Tagen und Nächten griffen alliierte Bomberverbände die Elbmetropole – den bedeutendsten Hafen Deutschlands, ein Zentrum des Schiffbaus und der Industrie – mit bis dahin unvorstellbarer Härte an: Rund 2500 Maschinen von Royal und US Air Force entluden Tausende Tonnen Spreng- und Brandbomben über dem Stadtgebiet. Dabei war die Schwächung der Rüstungswirtschaft des Kriegsgegners nur ein untergeordnetes Ziel der Alliierten: Die Bombardements sollten vor allem Angst verbreiten, die Industriearbeiter demoralisieren – und in möglichst großer Zahl umbringen. Die Luftschläge waren die…

access_time9 min.
die ruhe vor dem sturm

Der Jungfernstieg ist Flaniermeile und Verkehrsknotenpunkt zugleich: An der Binnenalster promenieren Passanten, während sich Autos und Straßenbahnen die Fahrbahn teilen (1936) Der Alsterpavillon am Jungfernstieg ist Deutschlands ältestes Eiscafé. Statt in das elegante Etablissement sind diese Jungen allerdings lieber zum Verkäufer am Eiswagen gelaufen, den sie nun neugierig umlagern (1934) Sonnenbaden an der Außenalster: Der aufgestaute Fluss bildet einen weiten See inmitten der Stadt, der umgeben ist von großbürgerlichen Villenvierteln – das bevorzugte Naherholungsgebiet für viele Hamburger (1939) Metropole am Wasser: Elbe, Alster und Fleete formen Hamburgs Stadtbild, sind wichtige Verkehrswege. Und in ihrer Freizeit zieht es die Menschen an die Ufer der Gewässer wie hier an die Landungsbrücken (1938) Die Große Bergstraße in Altona, 1938. Ein Jahr zuvor hat das »Groß-Hamburg-Gesetz« das bis dahin zu Preußen gehörende Altona…

access_time20 min.
terror gegen den terror?

In der Nacht des 16. März 1945 fliegen rund 200 britische Bomber Richtung Würzburg. Kaum eine andere deutsche Stadt ist so reich an Architektur und Kunstschätzen, an Pracht aus dem Rokoko. Weil es in dem fränkischen Ort keine Industrie und keine Militäranlagen gibt, ist die Luftverteidigung schwach, und die Menschen sind sorglos: Weshalb sollte man sie attackieren?Der Angriff beginnt um 21.25 Uhr, es ist eine wolkenlose Nacht. Die Bomber werfen 256 Spreng- und 397 650 Brandbomben ab. In dem Talkessel heizen Fallwinde die Flammen an, das Holz der Häuser brennt gut. Im Feuer wird die Stadt stark zerstört, 5000 Menschen sterben. Der Angriff dauert nur 17 Minuten.Am nächsten Morgen kommen ein Mann und eine Frau zum Domvikar, um Angehörige beerdigen zu lassen. „Herr L. trägt den Leichenrest seiner Frau…

access_time40 min.
bomben auf hamburg

Britischer Bombenschütze: An Bord der Lancaster-Maschinen ist es eng und laut, die Temperatur sinkt in einer Flughöhe von etwa 5000 Metern auf bis zu minus 50 Grad; oft muss sich die Crew mit Aufputschmitteln wachhalten Im Lichtgewirr von Leuchtmarkierungen, Flakfeuer und Suchscheinwerfern zeichnet sich die Silhouette einer britischen Lancaster über Hamburg ab. Die viermotorige Maschine ist einer der am häufigsten eingesetzten Langstreckenbomber im Zweiten Weltkrieg, rund 7400 Exemplare werden gebaut Sogenannte »Pfadfinder« fliegen den Bombern voraus: Die Maschinen setzen über dem Ziel Kaskaden von hell leuchtenden Markierungslichtern ab, an denen sich die Bombenschützen über der abgedunkelten Stadt orientieren können Um die deutsche Luftabwehr zu verwirren, werfen die Briten Millionen Stanniolstreifen über Hamburg ab: Die Wolken aus Metallfolie reflektieren Teile der Strahlen der Funkmessgeräte – irritiert feuern die Flak ungezielt…

access_time24 min.
stimmen aus dem feuersturm

Die Tage davor 24.–27. Juli 1943 Es war die Zeit der totalen Verdunkelung. Die Rollos vor den Fenstern hatten so fest zu schließen, dass nicht die Spur von Lichtschein nach draußen drang. Wehe, wenn man einmal vergessen hatte, die Rollos herunterzuziehen, bevor man das Licht anknipste, dann schrien gleich mehrere Stimmen. LICHT AUS! Fredy Borck, damals 11 Jahre, Rothenburgsort Bald liefen unsere Motoren warm, und bald raste auch schon das erste Flugzeug die Startbahn entlang, dann ein zweites und noch eins, während wir langsam hinter der Maschine vor uns herrollten. Jetzt waren wir an der Reihe. Die Motoren brüllten lauter und lauter, und mit einem Fauchen entweichender Luft, als die Bremsen freigegeben wurden, bewegten wir uns langsam vorwärts – dann schneller und schneller. Wir polterten und…

access_time43 min.
alltag in trümmern

Der Bombenkrieg hat die Elbmetropole mit vernichtender Kraft getroffen: Mehr als 45 000 Hamburger sind tot, viele Häuser nur noch verkohlte leere Hüllen. Millionen Kubikmeter Schutt haben wie hier in der Amelungstraße (Neustadt) viele Straßen zu bloßen Trampelpfaden werden lassen Von den einst rund 560 000 Wohnungen der Hansestadt sind mehr als die Hälfte bei Kriegsende zerstört. Zahllose Bewohner müssen in elendsten Notunterkünften hausen (Kleine Marienstraße in Altona) Panorama der Verwüstung: Von der Aussichtsplattform der St.-Michaelis-Kirche geht der Blick über ausgebrannte Häuser, Trümmerhaufen und menschenleere Straßen zwischen Neustadt, St. Pauli und Elbe Stadtteil Hammerbrook: Vor dem Feuersturm lebten rund 40 000 Menschen in dem Arbeiterviertel in Hamburgs Osten, 1945 sind es nur noch ein paar Hundert Invaliden wie diese beiden Beinamputierten auf dem Jungfernstieg gehören nach 1945 zum alltäglichen…

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