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Art & Architecture
DETAIL

DETAIL Urbane Raume / Urban Spaces 2018

-----DETAIL ist die internationale Zeitschrift für Architektur + Baudetail. Sie erscheint 10-mal im Jahr. Zusätzlich erscheinen die Sonderhefte DETAIL Green für nachhaltiges Bauen, DETAIL Structure als Schnittstelle zwischen Architekten und Bauingenieuren und DETAIL Inside mit allen relevanten Aspekten der Innenarchitektur. Das Fachmagazin wird in mehr als 90 Länder als bilinguale deutsch-englische Ausgabe geliefert. DETAIL bietet Dokumentationen und Informationen zu Bauobjekten aller Kategorien. Schwerpunkt: Das Detail im konstruktiven und architektonischen Zusammenhang. -----DETAIL is the international journal dedicated to architecture and construction details. Each issue focuses on a particular aspect of design, such as constructing with concrete, roof structures, etc. Emphasis is placed on presenting designs in great detail, and complementing these with drawings in practical scales and superb photographs that illustrate real world examples from near and far. Detail German/English Edition is published 10 times per year (+ special issues DETAIL Green, DETAIL Structure and DETAIL Inside).

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Country:
Germany
Language:
German
Publisher:
DETAIL Business Information GmbH
Frequency:
Monthly
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10 Issues

in this issue

4 min.
verweile doch! strategien für den urbanen raum

Stay a While! Strategies for Urban Space Welche Faktoren tragen zum Erfolg urbaner Räume bei? Diese Frage stellte sich der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl schon in den 1960er-Jahren, als er erstmals das Verhalten von Menschen auf den Straßen und Plätzen unserer Städte untersuchte. In seinem Buch „Life Between Buildings“ (1971) unterscheidet Gehl drei Arten von Aktivitäten in Außenräumen: notwendige, optionale und soziale. Seine These lautet: Je mehr Angebote ein öffentlicher Raum seinen Nutzern für spontane Aktivitäten und ungeplanten Zeitvertreib bietet, desto eher entsteht dort soziales Leben. In unserer aktuellen Ausgabe zeigen wir urbane Räume, die diese Qualitäten besitzen. Die Dokumentationen im Heft illustrieren die Vielfalt, in denen uns solche Räume heute begegnen: als Markthalle, Spielplatz und Gemeindezentrum, Fußgängerbrücke und als Innenhof auf einem Universitätscampus. Urbane Räume finden wir nicht nur…

5 min.
turm für die kunst

A Tower for Art Funkelndes Blattgold und geschäumtes Aluminium: Als die Fondazione Prada in Mailand vor drei Jahren eröffnete, beeindruckte der Kunstkomplex in der ehemaligen Gin-Destillerie südlich der Porta Romana auf den ersten Blick durch auffällige Fassadenmaterialien. Der 10-geschossige Turm hingegen, mit dem OMA die Transformation des Geländes im April dieses Jahres komplettierte, gibt sich gegenüber dem Bling-Bling seiner Nachbarn nüchtern. Der weiße Betonneubau überragt das ungleiche Gebäudeensemble am Largo Isarco. Er setzt ein Signal für die Kunst und ist doch auch ein Zeichen der Gentrifizierung des Stadtviertels, die seit der Eröffnung der Fondazione Prada 2015 nicht mehr aufzuhalten ist. Im Inneren von La Torre sind die großzügigen Ausstellungssäle sowie ein Restaurant und eine Bar übereinandergestapelt. Die Raumhöhe von 2,70 m steigt bis zu 8 m im obersten Geschoss an. Nach außen…

3 min.
eiskalte landschaften im arsenale

Arctic Extremes in the Arsenale Dorte Mandrup presents an impressive Greenland project at the Architecture Biennale. Klirrende Kälte und arktisches Licht: Dorte Mandrup zeigt den Besuchern der Biennale-Hauptausstellung eine Welt, die weit entfernt von der Hitze in der Lagune liegt. Eine Tonspur legt eiskalten Winterwind auf die Rauminszenierung im Arsenale. Das reduzierte Architekturmodell schneidet geometrische Formen in die horizontlose Schneelandschaft. Vor zwei Jahren gewann die dänische Architektin den internationalen Wettbewerb für das Eisfjord-Zentrum bei Ilulissat an der Westküste Grönlands. 2020 soll das Gebäude inmitten der Eislandschaft, die zum Unesco-Weltnaturerbe zählt, eröffnet werden. In Venedig setzt Mandrup ihren Entwurf nun als sinnliche Erfahrung einer extremen Landschafts- und Wetteratmosphäre in Szene. Die große Rauminstallation aus 350 m Hartschaum wurde in unermüdlichem zweimonatigem Einsatz von Robotern in Form gebracht. In den schier unendlichen Raum, der nicht…

3 min.
sakrale raumexperimente

Experiments in Sacral Structures The Vatican celebrates its premiere at the Architecture Biennale in Venice with ten chapels. Dafür, dass der Vatikan zu den wichtigsten Bauherren der Architekturgeschichte gehört, hat er sich für seinen ersten Auftritt bei einer Architekturbienale lange Zeit gelassen. Um so eindrucksvoller fällt jetzt die Premiere aus: Der Kurator Francesco dal Co hat zehn Architekten aus aller Welt eingeladen, ihre eigene Reinterpretation von Gunnar Asplunds 1920 erbauter Kapelle auf dem Waldfriedhof in Stockholm zu realisieren. Schauplatz der sakralen Bauausstellung ist der Park der Klosterinsel San Giorgio Maggiore, direkt gegenüber dem Markusplatz und doch mit seiner Atmosphäre der Abgeschiedenheit dessen radikales Gegenstück. Abgesehen von ganz wenigen wiederkehrenden Elementen wie Kreuz, Altar und Sitzbänke waren die Architekten in der Gestaltung der Kapellen frei. Die Extrempositionen besetzen dabei Terunobu Fujimoris Satteldachhaus mit Narthex…

3 min.
patina mit anspruch: textilrecycling aus bangladesh

Patina with Passion: Textile Recycling from Bangladesh Anna Heringer presents not her buildings, but a non-profit social initiative at the Biennale. Eine kleine Box ohne Fenster, kaum größer als eine Hundehütte. Innen läuft der Fernseher. Direkt daneben bilden bunte Tücher, die wie Vorhänge auf Bambusstangen aufgefädelt sind, einen ganz anderen Raum: luftig bunt, einladend für die zwischenmenschliche Kommunikation – ein Freespace. Mit ihrer Biennale-Installation interpretiert Anna Heringer das Motto, das die Direktorinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara ausgegeben haben, auf ihre ganz persönliche Weise. Der enge Raum steht für die menschenunwürdigen Beschäftigungsbedingungen der Textilarbeiterinnen in Bangladesh, die für globale Modelabels produzieren. Ihr Freespace ist die intakte Dorfgemeinschaft, in der die Frauen neben der Handarbeit ihre Kinder betreuen und selbstbestimmt leben können. Rudrapur heißt das Dorf in Bangladesh, wo diese Sozialutopie bereits im…

4 min.
bühne zwischen himmel und meer

A Stage Between Sky and Sea A spectacular stage overlooking the sea: With the Enoura Observatory, Japanese photographer Hiroshi Sugimoto has fulfilled his dream of creating his own museum. Der renommierte Fotograf Hiroshi Sugimoto gründete 2008 in Zusammenarbeit mit dem Architekten Tomoyuki Sakakida das Architekturbüro New Material Research Laboratory, das sich vor allem auf die traditionelle Bearbeitung von Baumaterialien spezialisiert hat. Im Verlauf der Forschungen ist eine umfangreiche Sammlung von Bauteilen entstanden, die zu früheren Tempeln oder Gärten gehörten. Bereits in vormoderner Zeit war die Wiederverwendung alter, durch die Zeit geadelter Materialien Teil der japanischen Baupraxis. An diese Praxis schließt nun das bemerkenswerte Bauwerk an, mit dem Sugimoto erstmals als Architekt in Erscheinung tritt. Das Enoura Observatory liegt an einem exponierten Ort oberhalb der Bucht von Sagami, inmitten einer ehemaligen Orangenplantage. Sugimotos architektonische…