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Art & Architecture
DETAIL

DETAIL 11/2020 Einfach bauen / Building Simply

-----DETAIL ist die internationale Zeitschrift für Architektur + Baudetail. Sie erscheint 10-mal im Jahr. Zusätzlich erscheinen die Sonderhefte DETAIL Green für nachhaltiges Bauen, DETAIL Structure als Schnittstelle zwischen Architekten und Bauingenieuren und DETAIL Inside mit allen relevanten Aspekten der Innenarchitektur. Das Fachmagazin wird in mehr als 90 Länder als bilinguale deutsch-englische Ausgabe geliefert. DETAIL bietet Dokumentationen und Informationen zu Bauobjekten aller Kategorien. Schwerpunkt: Das Detail im konstruktiven und architektonischen Zusammenhang. -----DETAIL is the international journal dedicated to architecture and construction details. Each issue focuses on a particular aspect of design, such as constructing with concrete, roof structures, etc. Emphasis is placed on presenting designs in great detail, and complementing these with drawings in practical scales and superb photographs that illustrate real world examples from near and far. Detail German/English Edition is published 10 times per year (+ special issues DETAIL Green, DETAIL Structure and DETAIL Inside).

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Country:
Germany
Language:
German
Publisher:
DETAIL Business Information GmbH
Frequency:
Monthly
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10 Issues

in this issue

3 min.
komplexe zeiten

Complex Times Einfach bauen. Geht das überhaupt? Kann man in einer Kultur, die von Normen, einem Überangebot an Baustoffen und industriellen Fertigungsmethoden geprägt ist, noch einfach bauen? Konstruktion und Gebäudetechnik werden schließlich immer komplizierter. An der Technischen Universität in München erforscht ein Lehrstuhl das einfache Bauen. Das klingt zunächst absurd, wird in der Regel doch eher an komplexen Themen geforscht. Die Frage jedoch ist, wie die Prinzipien des einfachen Bauens aussehen können, ohne Komfort und Verhalten der Nutzer einzuschränken. Darüber haben wir auch in der Redaktion ausgiebig diskutiert und die Inhalte für dieses Heft entsprechend ausgesucht. Sofort waren wir uns über das Ferienhaus in Fanø der jungen dänischen Architekten Lenschow & Pihlmann einig, die einerseits einen klar gegliederten Grundriss entworfen haben und andererseits sämtliche Baumaterialien in ihrem Rohzustand zeigen (Seite 40).…

8 min.
wohnen in wien

Living in Vienna Housing satisfaction in Vienna: Quality of life can be a reality, even for residents of social housing. A visit to three different residential estates. Zehnmal in Folge stufte die Beratungsagentur Mercer Wien als Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität ein. Wenig Kriminalität, gute Infrastruktur. 500 000 Wiener*innen im geförderten Wohnungsbau garantieren den sozialen Frieden. Die höchste Wohnzufriedenheit hat Alt Erlaa, 93 % der Bewohner*innen finden ihre Wohnsituation dort sehr gut oder gut. Alt Erlaa ist eine Wohnmaschine der 1970er-Jahre, rund 10 000 Menschen leben dort. 1968 planten Harry Glück, Kurt Hlaweniczka und Requat & Reinthaller das industriell gefertigte Wohnglück auf einem Areal von 240 000 m²: eine dichte, technoid-futuristische Struktur in einem riesigen Park. Alt Erlaa ist eine Mischung aus vertikaler Gartenstadt, Hochhaus, Dorfplatz und American Way of Life.…

8 min.
ende gut, alle klüger?

All’s Well That Ends Well? After years of delay, the Berlin airport BER is finally opening. What lessons can be learned from this project, which is unique in so many ways? Wenn Erleichterung hörbar wäre, müsste über Berlin dieser Tage ein lautes Grollen ertönen von all den Steinen, die den Verantwortlichen vom Herzen fallen. Am 31. Oktober 2020 nimmt der Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt vor den Toren der deutschen Hauptstadt seinen Betrieb auf. Es ist ein Moment, an den viele gar nicht mehr glauben wollten. Das Großprojekt BER ist Ergebnis eines 14-jährigen Bauprozesses, von dem die letzten acht Jahre im Wesentlichen auf die Reparatur einer zuvor völlig verkorksten Bauausführung entfielen. Die Baukosten stiegen seit der ersten ernstzunehmenden Schätzung von 2006 von gut zwei auf jetzt 4,8 Milliarden Euro. Dazu kommen weitere…

3 min.
postmoderne im rückspiegel

Postmodernism in Review A collection of essays investigates how “Learning from Las Vegas” changed the architectural discourse 50 years ago. „Learning from Las Vegas“ hat den Blick einer ganzen Generation auf die gebaute Umwelt verändert. Nicht nur, dass Robert Venturi, Denise Scott Brown und Steven Izenour damit – für viele unerhört – für die Hinwendung der Architektur zur Alltagskultur plädierten: Nach Jahrzehnten funktionalistischer Abstraktion setzten sie die Zeichenhaftigkeit des Gebauten auf die Agenda des Architekturdiskurses. Erstmals erschienen ist ihr Werk 1968, in einem Jahr, das auch sonst seine Spuren in der Architekturlehre und -theorie hinterlassen hat. In „Eyes That Saw“ beleuchten nun 19 Beiträge von Architekten, Architekturhistorikern und Künstlern das Phänomen „Learning from Las Vegas“ aus allen erdenklichen Blickwinkeln: von der politischen Lage der späten 60er-Jahre in den USA über die neuen Konzepte…

3 min.
die grammatik der bilderwelt

A Grammar of the Visual World Forms of appropriating reality: an examination of the shared conditions and self-image of architecture and photography. Wenn wir die Welt von heute vornehmlich in Bildern wahrnehmen, wer sortiert, ordnet und interpretiert diese Bilderwelt dann? Jésus Vassallo sieht Architektur und Fotografie in diesem Zusammenhang als anverwandte Disziplinen, die sich dieser Aufgabe annehmen – mit unterschiedlichen und variierenden Intentionen. In seiner Studie Epics in the Everyday. Photography, Architecture, and the Problem of Realism, der eine Dissertation an der texanischen Rice University zugrundeliegt, knöpft sich der Spanier konkrete Kooperationen zwischen Architekten und Fotografen vor. Unter anderem sind Ed Ruscha und Venturi & Scott Brown, Thomas Demand und Caruso St John im Fokus. Ausbildung und Verständnis der eigenen Disziplin sind mit Blick auf die übergeordnete Frage rekapituliert: Wie nähern sich…

8 min.
salzige architektur

Salty Architecture Salt as a building material is no all-rounder, but it shows great potential. Im Forschungsvorhaben „Bauen mit Salz“ untersuchen Wissenschaftler der Technischen Universität München den Einsatz von Salz als natürliches Baumaterial. Die Idee ist nicht neu, allerdings steigt mit wachsender Weltbevölkerung und deren Ressourcenverbrauch der Druck, auch bislang wenig beachtete Rohstoffe für das Bauwesen nutzbar zu machen. Salz bleibt bei industriellen Prozessen oft als Abfallprodukt übrig – beispielsweise bei der Gewinnung von Trinkwasser aus Meerwasser oder dem Abbau von Kalium aus Mineralsteinen für die Landwirtschaft. In beiden Fällen wird das Restprodukt über oder unter Tage entsorgt oder direkt in Flüsse oder Meere eingeleitet. Durch den Einsatz von Salz als Baumaterial ließen sich zwei Probleme auf einmal lösen: Der natürliche Rohstoff, der noch in großen Mengen zur Verfügung steht, könnte –…