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News & Politics
stern

stern 26/2020

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Country:
Germany
Language:
German
Publisher:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frequency:
Weekly
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52 Issues

in this issue

2 min.
liebe leserin, lieber leser!

Bin ich eine Rassistin? Und wenn ja, wie rassistisch bin ich? Vor zwei Wochen hätte ich die erste Frage noch ganz klar mit Nein beantwortet, alles andere als das. Selbst multikulturell sozialisiert und mit verschiedenen Nationalitäten, Sprachen und Hautfarben in der Familie aufgewachsen, dachte ich immer, das sei bei mir kein Thema. Ich sei sensibilisiert dafür, meine Sinne geschärft. Schon als Kind waren meine Cousins und ich über die „hautfarbenen“ Buntstifte im Faber-Castell-Kasten irritiert. Hatte doch niemand von uns so eine rosa Haut! Ihre dunkler, meine heller. Meine Familie hat vielleicht dazu beigetragen, dass mein Ergebnis bei dem „Race Test“ der Harvard-Universität (siehe Seite 35), der implizierte Assoziationen und versteckte Vorurteile beim Betrachten von unterschiedlichen Kinderfotos enthüllen soll, so ausgefallen ist: „Ihre Daten deuten darauf hin, dass bei Ihnen zwischen afroamerikanischen und europäisch-amerikanischen…

3 min.
echo

REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, beim Anblick des Fastenbrechens in Syrien frage ich mich sofort, was die Mädchen und Frauen während dieses Mahls machen. Selbst die Kleinsten an der improvisierten Tafel sind männlich. Wo also stecken die Frauen? Klaus Plüg, Lübeck Sehr geehrter Herr Plüg, beim Iftar, dem allabendlichen Fastenbrechen im Ramadan, gelten in frommen Kreisen der muslimischen Welt dieselben Regeln der Geschlechtertrennung wie sonst im Jahr auch. Im Kreis der Familie können Frauen und Männer gemeinsam essen. Kommen die Menschen familienübergreifend zusammen, speisen Frauen und Männer getrennt. In Atarib verteilte an diesem Tag eine lokale Hilfsorganisation 200 Mahlzeiten. Die eine Hälfte ging an die Männer-Tafel auf der Straße, die auf unserem Bild der Woche zu sehen ist. Die andere Hälfte der Portionen ging an Frauen und Kinder, die in den nahe gelegenen Häusern gemeinsam…

1 min.
betrifft: stern

Whistleblowerin warnt vor China Für das Interview mit Sayragul Sauytbay (r., mit Übersetzerin), die man in China verschleppte und zwang, als Lehrerin in einem der geheimen Umerziehungslager zu unterrichten, reiste unser Reporter Jonas Breng nach Schweden. Eine Reise, die wegen Corona-Bestimmungen und der anhaltenden Gefahr für Sauytbay unter besonderen Bedingungen stattfand. Regelmäßig werden sie und ihre Familie von Anrufern mit chinesischer Vorwahl bedroht – sie solle aufhören zu reden. Das erschütternde Gespräch (Seite 78) dauerte fast sechs Stunden und forderte alle Kraft von Sayragul Sauytbay, die danach so erschöpft war, dass Breng auf ein gemeinsames Foto verzichtete. Abstand halten! Auf einer Tour durch Leipzig klapperte Kulturredakteur Matthias Schmidt gemeinsam mit der Influencerin und Musikerin Katja Krasavice einige der wichtigsten Stationen ihrer Jugend ab, darunter eine Badestelle am Cospudener See und ihr ehemaliges Gymnasium…

1 min.
bilder der woche

GROSSBRITANNIEN HELDENTAT Patrick Hutchinson trägt einen Mann auf seinen Schultern aus der Gefahrenzone. Der Gerettete fasst sich an den Kopf. Verdankt er diesem Hünen sein Leben? Der schwarze Unterstützer der Black-Lives-Matter-Bewegung, der als Personal Trainer arbeitet, hatte mit Helfern eingegriffen, als der mutmaßliche rechte Hooligan nahe der Londoner Waterloo Station verletzt am Boden lag. Vorausgegangen waren gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen schwarzen und weißen Demonstranten. „Wir taten, was wir tun mussten, wir haben jemanden davor bewahrt, getötet zu werden“, sagte der Held später. NEUSEELAND SCHUTZ-LOS Eigenartig, wie Corona unsere Wahrnehmung verändert. Vor ein paar Monaten noch wäre dieses Foto nicht mehr als ein netter Schnappschuss gewesen. Jetzt aber zucken wir zusammen: So viel Nähe! Keine Maske! Gefahr! Dass die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern bei einem Termin an der Ostküste der Südinsel den traditionellen Maori-Gruß zulässt, hat einen…

3 min.
das gehamsterte schloss

An den neuen Menschen habe ich nie geglaubt. Den besseren. Den Corona-geläuterten. Dafür war ich zu viel unterwegs, um zu sehen und zu begreifen, als der Lockdown jeden auf sich selbst zurückwarf. Mögen einige von Balkonen gesungen und Krankenschwestern applaudiert haben. Andere denunzierten. Riefen die Polizei, als sich jemand vor einem Café auf eine Bank setzte. Oder hamsterten. Stahlen den vielen vieles, schlau und rücksichtslos. Macht uns die Krise zu besseren Menschen? Romantischer Unsinn. Wird nichts mehr so sein, wie es mal war? Oft schon widerlegt. Einiges mag sich ändern – der Mensch gewiss nicht. Die Guten waren gut und sind es noch. Die Schlechten schlecht. Den neuen Menschen haben weder Kommunismus noch Coronismus geschaffen. Morgens zwischen sieben und acht war die Stunde der Hamsterer. Ich stellte mir den Wecker und postierte…

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das sind ja mal gute nachrichten

Im Kern: hilfreich und gut Ja, wir bauen viel Mist. Aber die meisten Menschen wollen nett und hilfsbereit sein – selbst wenn es sie etwas kostet, zeigt eine US-Studie. Fruchtsaft ist doch gesund! Vorschulkinder, die täglich ein bis zwei Gläser Saft mit 100-prozentigem Fruchtgehalt trinken, ernähren sich später gesünder. 66,7 Prozent der Europäer sind bereit, sich anders zu ernähren, wenn es Klima und Umwelt hilft. In einer Umfrage unter je 1000 Menschen aus insgesamt elf Ländern wünschten sich fast ebenso viele auch ein Verpackungslabel mit Infos zur Nachhaltigkeit. Forschern aus Singapur ist es gelungen, Strom aus Schatten zu erzeugen, indem sie die Spannungsunterschiede zwischen Licht und Dunkel nutzen. KUSCHEL-KUMPEL In deutschen Tierheimen gibt es immer öfter leere Käfige und Zwinger. Viele Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen werden gerade zu echten Corona-Gewinnern. FOTOS: PLAINPICTURE; DPA/PICTURE ALLIANCE; STOCKFOOD; PICTURE PRESS; ARCO…