In ihrem ersten Jahr in England, 1991, änderte die Inderin Asma Khan ihre persönliche Definition von Hölle. Hölle, das waren nicht mehr Feuer und Glut, sondern die schneidende Kälte des britischen Winters. Und die Gerüche aus den Küchen, in denen es ihr an allem fehlte, was Wärme gibt, Garam Masala, Kurkuma, Nelken.
Asma Khan, damals 22, hatte einen indischstämmigen Wirtschaftsprofessor geheiratet, der in Cambridge lehrte, deshalb war sie nach England gezogen. Eine arrangierte Ehe; das Paar mochte sich, aber die Fremdheit war trotzdem da. Nach ihrem ersten Winter flog Asma Khan für ein paar Wochen zurück zu ihrer Familie nach Kolkata und bat ihre Mutter, ihr die Rezepte ihrer Großmutter beizubringen – die vertrauten Aromen sollten ihr helfen, sich in England heimisch zu fühlen. „Das Wichtigste, was ich lernte, war,…
