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Sonst schreibe ich an dieser Stelle über unser Titelthema. Heute mache ich eine Ausnahme. Das Thema, um das es mir stattdessen geht, ist hochemotional und ideologisch aufgeladen: Wie gehen wir mit den Flüchtlingen um, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen? Die häufig Schiffbruch erleiden und ertrinken, wenn sie nicht gerettet werden. Diese Rettung aus Seenot ist auf allen Weltmeeren anerkanntes Völker- und Gewohnheitsrecht: Wenn ein Mensch im Ozean treibt, blättert man nicht im Gesetzbuch. Ein Schiffsführer ist verpflichtet, gerettete Personen an einen „sicheren Ort“ zu bringen. Verboten ist es, zum Beispiel Flüchtlinge dort von Bord zu lassen, wo ihr Leben gefährdet wäre. Insofern ist die Antwort klar: Flüchtlinge, die im Mittelmeer um ihr Leben kämpfen, werden gerettet. Nur wie verhält es sich, wenn der Schiffbruch absichtlich herbeigeführt wird?…
Wenn man den Helden seines Lebens gefunden hat, muss man am gemeinsamen Abenteuer arbeiten, damit es lange währt.Mandy Biesolt, via Facebook Der Mensch braucht Bindung stern Nr. 27/2019, „Ja-Sager“ – Ehepaare erzählen, was aus ihrem Traum von der lebenslangen Liebe wurde Vielen Dank an die Ehepaare für ihre ehrlichen und teilweise sehr berührenden Statements. Sie zeigen einmal mehr: Der Mensch braucht Liebe. Aber er braucht auch Bindung, gerade in Zeiten, in denen „beziehungstechnisch“ fast alles möglich ist. Meine erste (ziemlich desaströse) Ehe endete mit 21. Vor neun Jahren, mit knapp 50, traf ich den Mann meines Lebens. Im Mai letzten Jahres haben wir geheiratet. Warum? Noch nie hat sich etwas richtiger angefühlt! Angelina Ege, Reutlingen Es ist Zeit stern Nr. 27/2019, „Die Botschaft ist: Wir kriegen euch“ – Drohungen und…
Deutschlands schönster Arbeitsplatz Bei der Recherche für die Titelgeschichte trafen Fotograf Dietmar Denger (o.r.), Reiseredakteur Gunnar Herbst (o.M.) und Reporter Christian Ewers (nicht auf dem Bild) in Bayern acht unterschiedliche Menschen, die eines vereint: Sie gehen ihren Weg, egal, wie stark die Steigung ist. Ob als Bergbauer, Wirtin, Hirte, Pfarrer oder als Rangerin im Nationalpark Berchtesgaden – wie Anita Köppl (o.l.). Früher arbeitete sie im Büro, „aber das war nicht so mein Ding“, sagt sie. Vor 18 Jahren wechselte sie ihren Job, und der gefällt ihr deutlich besser: „Ich habe Deutschlands schönsten Arbeitsplatz.“ Denger und Herbst wollten ihr nicht widersprechen. (Seite 24) Am Rande Syriens „Rojava“, Land der untergehenden Sonne, nennen die Kurden ihre de facto autonome Region im Norden Syriens. In der östlichsten Ecke dieses Gebiets liegt das „Camp…
„Wir sind keine Kriminellen, es herrscht Tyrannei“, heißt es sinngemäß auf dem Plakat, das Demonstranten im Stadtparlament Hongkongs anbrachten. Sie hatten das Gebäude am Montag, dem Jahrestag der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an China, gestürmt. Millionen Menschen waren in den vergangenen Wochen auf den Straßen, um gegen ein Gesetz zu demonstrieren, das Auslieferungen an Zentralchina ermöglichen würde. Friedlich. Doch nun wächst die Furcht, dass sich der Protest radikalisiert. Bis zum Redaktionsschluss am Montagabend war nicht klar, wie die Machthaber in Peking auf die Eskalation reagieren.…
Zehn Monate lang hatten die beiden verbliebenen Pfeiler der Morandi-Brücke von Genua inmitten der Stadt gestanden. Für die einen ein Mahnmal der Misswirtschaft, die 43 Menschen, unter ihnen vier Kinder, mit dem Leben bezahlten, als der Viadukt am 14. August 2018 auf mehr als 200 Metern einstürzte. Für die anderen, unter ihnen Vize- Regierungschef Matteo Salvini, das Schandmal einer EU-Finanzpolitik, die Italien angeblich die Ressourcen nehme, seine Brücken anständig zu warten. Seit Freitag vergangener Woche ist das Bauwerk endgültig Geschichte. Die kontrollierte Sprengung dauerte nur sechs Sekunden.…
Schlange stehen und schwere Wasserkrüge schleppen unter sengender Sonne: So sieht aktuell der Alltag für die Menschen in Chennai aus. Da die großen Reservoirs der Millionenmetropole aufgrund der Hitzewelle, der schwachen Monsunregenfälle, aber auch wegen Missmanagements fast ausgetrocknet sind, müssen sich die Einwohner über private Anbieter versorgen oder die Lieferungen des städtischen Versorgers „Metro Water“ abwarten. Die aber kommen nur noch alle vier Tage in die Slums. Einen Toten hat es hier beim Streit ums Wasser bereits gegeben. Insgesamt leiden etwa 600 Millionen Menschen in Indien unter akutem Wassermangel.…