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Wir leben aktuell in einer außergewöhnlichen, sorgenvollen Zeit. Ein Virus hat das Leben, wie wir es bisher kannten, völlig verändert. Das spüren wir in unserem Alltag, im Privatleben wie auch im Beruf. Gerade jetzt zu Ostern – draußen scheint die Sonne, die Vögel zwitschern, das zarte Frühlingsgrün sprießt – möchte man raus. Wir wollen Freunde und Familie treffen, einen Kaffee an der frischen Luft trinken, ein Eis oder ein Stück Kuchen essen und das Leben genießen. All das geht gerade nicht, und wenn nur in stark eingeschränkter Form. Denn weiterhin gilt: Bleiben Sie zu Hause! Halten Sie sich an die wohlüberlegten Leitlinien der Bundesregierung – so lange, wie es erforderlich ist. Sich eingesperrt zu fühlen, allein zu sein, der persönlichen Freiheit beraubt – das alles ist nicht leicht. Mit den…
Viele Geschäfte und Unternehmen müssen geschlossen bleiben, viel mehr Menschen als sonst arbeiten im Homeoffice, in Kurzarbeit oder bangen um ihren Job. Wie verändert das unsere Wirtschaft und unser Zusammenleben? Mein Kollege Horst von Buttlar, Chefredakteur von „Capital“ und Wirtschaftsjournalist des Jahres, beantwortet diese Fragen zusammen mit Wissenschaftlern, Managern oder Philosophen in seinem neuen Podcast „Die Stunde Null – Deutschlands Weg aus der Krise“. Überall zu hören, wo es Podcasts gibt, auf Audio Now, Spotify, iTunes und stern.de…
Wirtschaftliche Existenzen lassen sich neu aufbauen, menschliches Leben lässt sich nicht ersetzen.Michael Huster, via Facebook stern Nr. 15/2020, „Geld oder Leben“ – der Ruf der Wirtschaft nach Lockerung des Shutdowns wird lauter Offene Debatte In Deutschland lobe ich mir die offene Debatte über alle Aspekte der Corona-Krise. In meinem Heimatland Schweden ist diese komplett abhandengekommen. Schweden ist bekannt für Wohlstand, Freiheit, Gemeinschaft und Gelassenheit – von vielen weltweit beneidet. In der Corona-Krise werden diese Werte ins Gegenteil verkehrt. Hier zählt das Geld mehr als das Leben. Die Werte werden jetzt missbraucht, um den Wohlstand zu erhalten. Die Schweden vertrauen naiv der laschen Krisenhandhabung der Autoritäten. Suzanne Forsström, Berlin stern Nr. 15/2020, „Die unvorbereiteten Staaten von Amerika“ – Bericht aus New York City Keinen Deut besser Das Virus verändert auch uns,…
Ein Förster macht Homeoffice Auch Peter Wohlleben, der Verfasser unserer Geschichte über den Frühling, arbeitet gerade von zu Hause aus. Zum Glück liegt der Gegenstand seiner Texte vor seiner Tür: Der Förster und Bestsellerautor („Das geheime Leben der Bäume“) wohnt in einem Haus mitten in den Wäldern der Eifel. Von dort aus kann er immerhin das Aufleben der Natur direkt erleben. Was ihm fehlt? Der Kontakt zu anderen Menschen, sagt Wohlleben. „Umso aktiver bin ich auf den Social-Media-Kanälen – das gibt mir das Gefühl, mit der Welt verbunden zu bleiben.“ (Seite 72) Hoffnung aus Heinsberg Heidrun Schößler war gerade zwei Tage genesen, als Reporter Rolf-Herbert Peters sie traf. Das Virus hatte auch die Chefin des Gesundheitsamts Heinsberg erwischt. Schößler und Peters hielten Distanz – obwohl die Ärztin nun immun ist.…
FRANKREICH EVAKUIERUNG Die Krankenschwester verabschiedet einen Mann am Beatmungsgerät an einem Bahnsteig im Gare d’Austerlitz in Paris. Er wird mit 35 weiteren schwer erkrankten Covid-19-Patienten mit einem speziell umgebauten TGV-Schnellzug in Krankenhäuser in die Bretagne transportiert, um die Intensivstationen in Paris zu entlasten. In der Bretagne gibt es noch relativ wenige Corona- Infektionen. Ein Zeichen der Solidarität innerhalb eines Landes. Aber auch ein Zeichen für die großen Umwälzungen dieser Tage: Im zentralistischen Frankreich führten bisher eigentlich alle Wege nach Paris. Und nicht davon weg. DEUTSCHLAND JA-BARRIERE Es soll nicht ganz leicht sein, bei den Berliner Behörden einen Termin zu bekommen. Wer etwa einen beim Standesamt hat, gibt ihn nicht wieder her, auch nicht in diesen Zeiten. Geheiratet wird also immer noch. Aber ohne Gäste – nur Dolmetscher sind erlaubt, damit…
Frau Merkel, Ihr Wohlergehen freute uns in Idlib.“ Das Wandgemälde der Kanzlerin mit der Grußbotschaft aus der kriegszerstörten syrischen Stadt hat es zu einiger Berühmtheit gebracht. Im coronazerstörten Bergamo ist Ähnliches unvorstellbar. Wie sehr würde man sich wünschen, dass es dafür wenigstens Anlass gäbe. Gibt es aber nicht. Es sieht so aus, als läge Syrien entschieden näher bei Deutschland als Italien. Die überaus bittere, die maßlos enttäuschende Erfahrung der Italiener mit Europa in der großen Seuche, der verheerendsten Katastrophe ihrer jüngeren Geschichte, hat eben einen deutschen Kern. Das Gründungsmitglied der europäischen Bewegung, das Land,in dem 1957 die Römischen Verträge unterzeichnet wurden, fühlt sich in historischer Finsternis von den Europäern verlassen und von den Deutschen selbstsüchtig verraten. Zu Recht. Als Deutscher schämt man sich. Denn es sind zwei Deutsche, die in…