Vielleicht muss man der Hölle entkommen, um einen solchen Garten Eden zu schaffen: kleine Hütten an einem sanften Hang, feiner Strand, Palmen, die im Wind rascheln,all das umgeben von Regenwald, mit einem Blick auf einen tiefblauen wundersamen See im Herzen Afrikas. Odette Nyiramilimo, 62, ehemalige Ärztin, hat im Ruhestand die Rushel Kivu Lodge anlegen lassen, hier in ihrer Heimat, im Westen Ruandas.
Noch immer ist das kleine Land, nicht viel größer als Hessen, ein unbekanntes Reiseziel. Zu schwer wiegt noch seine Vergangenheit. Ruanda, das war der Ort des Genozids von 1994, als Hunderttausende ermordet wurden und andere, wie auch Odette Nyiramilimo, nur unter abenteuerlichsten Bedingungen überlebten.
Knapp 25 Jahre später wird Ruanda autoritär geführt, aber hat sich zu einem sicheren, wirtschaftlich erfolgreichen Staat entwickelt – und zu einem der vielleicht…