Hast du Zeit? Wie viel kostest du?“ – „Geiler Arsch!“ – „Hey, kiss kiss!“ Die Worte stehen auf dem Bürgersteig, mit bunter Kreide auf grauen Asphalt geschrieben. Darunter ein Hashtag: #STOPPTBELÄSTIGUNG. Wer auf Instagram unter @catcallsofgermany, @catcallsofmuc oder @catcallsofberlin nachschaut, findet diese und viele andere Sprüche – und die Geschichten dazu. Von jungen Typen, die „Ey, Puppe, zeig deine Titten“ für eine angemessene Kontaktaufnahme halten, oder von alten Männern, die „mal schnell unter den Rock gucken“ wollen. Dokumentierte Demütigungen, gesammelt von Frauen aus ganz Deutschland.
Anzügliche Kommentare, Gesten, Pfeifen oder Kussgeräusche – all das ist „Catcalling“. Klingt prägnanter als „verbale und nonverbale sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum“, meint aber dasselbe. Wer mit Frauen wie mit Tieren spricht, sollte 2020 dafür bestraft werden können, findet Antonia Quell. Die Studentin aus Fulda…
