Lesen Sie exklusive und spannende Reportagen aus den Ressorts Gesellschaft, Politik, Kultur, Panorama, Wissenschaft, Medizin und Technik. Entdecken Sie Woche für Woche die neuesten Trends aus Lifestyle, Gesundheit, Auto, Musik, Mode und Sport.
Vor knapp 20 Jahren habe ich eine Geschichte für den stern geschrieben, es war der Höhepunkt der BSE-Krise, der Verzehr von Rindfleisch war in Deutschland komplett eingebrochen. Die Angst vor Creutzfeldt-Jakob ging um, einer tödlich verlaufenden Hirnerkrankung. Viele Menschen fürchteten, den „Rinderwahnsinn“ zu bekommen. In meiner Geschichte argumentierte ich, dass unsere Ängste völlig fehlgeleitet wären – im übrigen auch durch uns Medien, die in großen Buchstaben das Feuer schürten. Echte Gefahren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alkohol würden wir ausblenden, unsichtbare Risiken wie Viren oder Umweltgifte dagegen übertrieben wahrnehmen. „Die Risiken der eigenen Lebensführung sind ein Tabuthema“, sagte mir damals ein Risikoforscher. Die Frage, wie gefährlich das neuartige Coronavirus ist, kann derzeit keiner so recht beantworten. In China liegt die Sterberate bei 2,3 Prozent der offiziell gemeldeten Krankheitsfälle – eine Zahl, die…
Ganz klar zahle ich den errechneten Betrag für mehr Tierwohl. Ich denke, das kann jeder schaffen. Weniger ist mehr!Michaela Heumüller, per E-Mail Finanziell auskömmlich Das im Bericht vorgestellte Konzept, tierische Lebensmittel recht kommod zu verteuern und dadurch Landwirte zu unterstützen, die Haltungsformen zu verbessern, hört sich toll an. Ich kenne einige Landwirte, und nicht nur die würden sehr gerne ihre Tiere besser halten, wenn ihnen das Richtige einfach und finanziell auskömmlich gemacht wird. Aber dafür muss es klare gesetzliche Vorgaben geben. Katja Tidow, Boostedt Nicht in den Gewinnen versickern Ihren Ansatz begrüße ich nahezu vorbehaltlos. Wenn tatsächlich ein moderater Mehrpreis nicht in den Gewinnen der Anbieter versickert, sondern unter behördlicher Aufsicht am Beginn der Entstehungskette landet, bin ich gern und dankbar dabei. Ulrich Müller, per E-Mail Heile-Welt-Bilder Es gibt kein…
An der Außengrenze Europas Seit dem Sommer 2018 lebt die Journalistin Franziska Grillmeier auf Lesbos. Sie berichtet über Alltag und Leid auf der griechischen Insel, an deren Stränden fast jeden Morgen Geflüchtete ankommen. In den Tagen, in denen die Türkei die Grenzen öffnete, entlud sich die Wut vieler Inselbewohner, unter ihnen sind auch Rechtsextreme. Grillmeier wurde im Auto von Vermummten angegriffen, die Steine und Stöcke gegen die Windschutzscheibe schleuderten. Viele Helfer verlassen jetzt die Insel, Ärzte ohne Grenzen hat seine Klinik vorübergehend geschlossen. „Ein Klima der Angst und Panik“, sagt Grillmeier. (Seite 46) Vorfreude aufs Paprikahuhn Nach einem langen Tag im winterkalten Dresden und an der Elbe freuten sich Oliver Creutz (l.) und der Schriftsteller Ingo Schulze auf ihre gemeinsame Rückfahrt im EC, der aus Budapest kommend bis nach Hamburg…
GROSSBRITANNIEN ZUFALLSFUND 70 Jahre lang wurde er nicht betreten. Im britischen Unterhaus in London ist bei Renovierungsarbeiten ein lang vergessener Geheimgang zum Vorschein gekommen. Der Korridor war 1660 anlässlich der Krönungsfeier von König Charles II. gebaut worden und diente dem Monarchen und seinen berühmten Gästen als Zugang zum Festbankett im Palace of Westminster. Hier erkundet Lindsay Hoyle, Speaker des britischen Unterhauses, den wiederentdeckten Weg. Er muss sich bücken, die kleine Holztür mit Messingschloss wurde 1940 nachträglich eingebaut und von allen für einen alten Stromkasten gehalten. INDIEN GEBALLTER GLAUBE Das Gesicht zur Wand, den Blick gesenkt – in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi halten Muslime ihr traditionelles Freitagsgebet trotz schwerster Bedingungen ab. Viele Moscheen stehen unter Polizeischutz, seit es bei Protesten gegen die indische Staatsbürgerschaftsreform in der vergangenen Woche zu den heftigsten…
Die CDU ist benommen. Nicht bei klarem Verstand. Vom Hufeisen am Kopf getroffen. Jenem Hufeisen, das der fatalen Theorie von der Äquidistanz, der gleichen Entfernung zur AfD und zur Linken, den Namen gab. In der Mitte, so besagt dieses rostige Stück Eisen, ist die Christdemokratie fest verankert,an den beiden Enden, zur Rechten und zur Linken, die Unberührbaren. Ewig weit entfernt. Gleich weit. Thüringen hat das Modell für die Einfältigen natürlich längst ad absurdum geführt. Denn wer könnte behaupten, dass Bodo Ramelow, der landesväterliche Linke, und Björn Höcke, der rechtsradikale Hetzer, auf eine Stufe zu stellen wären? Ein Sozialist und ein Faschist. Das widerlegt schon der bloße Augenschein. Deshalb bemühen sich die Intelligenten an der Spitze der CDU längst um eine differenziertere Herleitung. Das Hufeisen-Modell? Tot. In Wahrheit aber natürlich nicht,…
In vielen Meeresgebieten, etwa an der amerikanischen Westküste und im Nordatlantik, haben sich die Fischbestände seit 2005 erholt. Voraussetzung war kluges Management: Forscher beobachteten die Bestandsentwicklung und stellten den Fischern Daten zur Verfügung, mit denen sie Fangquoten festlegen und die Maschenweite der Netze bestimmen konnten. Außerdem berieten sie bei der Ausweisung von Schongebieten oder Schonzeiten. BUCHGEZWITSCHER Eine hundert Jahre alte Buchhandlung im englischen Petersfield hat im Januar in einem verzweifelten Tweet ihre Tageseinnahmen veröffentlicht: null Pfund. Die digitale Welt half prompt. Der Besitzer berichtet von einer „Bestellflut“. Die geschäftliche Situation hat sich inzwischen wieder stabilisiert, über tausend neue Twitter-Follower tragen dazu bei. SEX FÜR DICH Von wegen Egoshooter: Über die Hälfte der Männer in einer Beziehung, genauer 52 Prozent, haben Sex, weil sie ihren Partnerinnen etwas Gutes tun wollen –…