Liebe Leserin, lieber Leser, seit Kurzem beobachten wir einen neuen Bewohner in unserer Straße im Zentrum Berlins: einen Fuchs, der hochbeinig und, so hat es den Anschein, hochmütig über das Pflaster läuft.
Autos weicht er eher lässig als besorgt aus und er flüchtet spät, wenn sich Menschen nähern. Eines Abends haben wir uns quer über einen Parkplatz eine Weile lang angestarrt, er hat das Blickduell gewonnen.
Nun sind kulturfolgende Füchse keine neue Erscheinung, aber ihre steigende Präsenz ist das augenfällige Zeichen einer großen Veränderung in Deutschland: Unsere Städte werden grüner.
Sie räumen der Wildnis Platz ein. Sie lassen Guerilla-Gärtner gewähren. Sie verwandeln Hausfassaden in vertikale Beete. Sie suchen kluge, nachhaltige Lösungen für den Verkehr. Und bieten an ihren Rändern inzwischen oft mehr Artenvielfalt als das umliegende Land.
Dies wird zu…
