WARUM SCHUFTEN FÜR EINE WOHNUNG, DIE MAN KAUM SIEHT? An einem Donnerstagmorgen vor vier Jahren begann ich meinen Umzug, am Sonntagabend war ich fertig. So lang, so schweißtreibend? Nein, so gemütlich und so nebenbei. Ich packte, was ich brauchte, in eine blaue Ikea-Tüte – einen großen Topf und einen kleinen, eine Pfanne, vier Teller, vier Gläser, Besteck –, leinte meinen Hund an und spazierte mit ihm und der Tasche in meine neue Wohnung, 300 Meter von der alten entfernt. Nächster Gassigang am Nachmittag: ein paar Jeans, Pullis und T-Shirts, Lieblingsklamotten. Am Morgen danach: Lieblingsbücher, es waren nicht viele, und eine Stehlampe. Zwei Jungs schleppten mir ein Sofa rüber, einen Tisch und zwei Stühle hatte ich günstig online ersteigert, als Bett genügte zunächst eine Matratze. Der letzte Weg: das Hundekörbchen unterm…