„Ich habe zu Felix gesagt: ‚Hey, mach keinen Scheiß, komm, steh auf, ich nehme dich mit heim‘““ Der Unfall ist nun fast acht Jahre her. Aber nie wird es Heiner Röschert, 63, leichtfallen, darüber zu sprechen. Er fühlt beides in sich: den Schmerz, dass die beiden nicht mehr da sind. Und den Stolz darauf, dass sie da waren und wer sie waren, seine zwei Kinder, die bei ihm aufgewachsen sind. Pia, die Ältere, damals 27, stand kurz vor ihrem zweiten Staatsexamen, sie arbeitete als Lehrerin in einer Grundschule. Felix, der Jüngere, 25, war Krankenpfleger. Zu Lebzeiten hatte er seinem Vater gesagt, dass er seine Organe spenden wolle, falls ihm etwas passiert. Heiner Röschert hat 2016 ein Netzwerk gegründet, das die Interessen der Angehörigen von Organspendern vertritt. Er setzt sich dafür…
