Am 7. November, so gegen 17.30 Uhr mitteleuropäischer Winterzeit, habe ich körperlich auf eine Nachricht reagiert. Tief in mir, knapp unterhalb der Schultern, aber irgendwie auch im Brustbereich, löste sich eine komplett verfestigte Anspannung, von der ich nicht wusste, dass sie da war. CNN lief seit vier Tagen bei mir nonstop auf dem iPad, und an jenem Samstag erklärte Wolf Blitzer den Demokraten Joseph R. Biden Jr. zum Gewinner der US-Präsidentenwahl, vier Tage nach der letzten Stimmabgabe.
Sie kennen Wolf Blitzer nicht? Ich schon. Genau wie seine Kollegen Jake Tapper, Rachel Maddow, Chris Wallace und so ziemlich jede andere Nachrichtennase in den amerikanischen Medien. Übrigens auch zwei Drittel aller US-Senatoren, mindestens, und ich weiß komplett Bescheid über Gerrymandering, DACA und den Hatch-Act, lauter innenpolitische Themen, für die sich nur ein…
