Jetzt im Gespräch Für das Erwachsenwerden sollte man sich Zeit nehmen. Herumflippen, sich ausprobieren, seine Träume verfolgen, die Leichtigkeit des Lebens mitnehmen. Aber für Julian Nagelsmann war das alles mit Anfang 20 vorbei. Erst musste er alle Träume vom Profifußball begraben, ein irreparabler Meniskus- und Knorpelschaden. Und dann beging sein Vater Suizid. Warum? Das weiß Nagelsmann, 36, bis heute nicht, es gab keinen Abschiedsbrief. Vielleicht hatte der Job als Spion beim Bundesnachrichtendienst damit zu tun, der Vater hatte seinen wahren Beruf lange geheim gehalten.
Julian Nagelsmann war nun in der Pflicht, Entscheidungen zu treffen, etwa, ob das Elternhaus in der Nähe des Ammersees verkauft werden soll, damit seine Mutter Abstand gewinnen konnte. „Das hat eine andere Dimension als die Frage, ob ein Stürmer von Anfang an spielt oder nicht“, sagt…
