Liebe Leserin, lieber Leser, die Erkenntnisse über den Zusammenhang von Gehirn und Muskeln, von Denken und Sport, die uns GEO-Redakteur Jörn Auf dem Kampe ab Seite 80 präsentiert, sind vor allem eines: eine Hommage an das Wunder des menschlichen Körpers. Ein in vielerlei Hinsicht noch unverstandenes Wunder.
Da läuft eine knapp 60-Jährige nahezu nonstop 482 Kilometer weit durch den eisigen Norden Kanadas, bei Temperaturen bis zu minus 40 Grad. Und schafft dies womöglich nur deshalb, weil im Kampf gegen ihre Epilepsie Teile ihres Gehirns entfernt wurden. Da klettert ein anderer in 915 Meter hohe Steilwände, ohne Seil und Sicherung – und dies vermutlich nur, weil sein Hirn anders funktioniert als das von weniger Wagemutigen (oder weniger Lebensmüden?).
Mich würde nichts zu einem Marathonlauf bewegen, geschweige denn in Eis und Schnee,…
