ZWISCHEN DEM dunklen und scharfkantigen Geröll setzt das Shuttle der Astronauten zur Landung an: ein einsamer weißer Kleinbus, verschrammt. Er bremst, wankt, wirbelt Staub auf. Dann kommt er zum Stehen – inmitten einer Lavawüste auf 29 Grad nördlicher Breite, 13 Grad westlicher Länge des dritten Planeten im inneren Sonnensystem, Orionarm in der Galaxie „Milchstraße“, Virgo-Superhaufen.
An diesem kargen, vulkanischen Ort im unendlichen Universum soll sich die Pangaea-Mission beweisen. Landkarten und Wegweiser verzeichnen ihn als „Montañas del Fuego de Timanfaya“: als Feuerberge im Nationalpark Timanfaya auf der kanarischen Insel Lanzarote.
VULKANKEGEL, ASCHE, ERSTARRTE LAVA. GIBT ES HIER LEBEN? Ein Tag im November, 11.04 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Temperatur: 22 Grad Celsius, Luftfeuchtigkeit: 68 Prozent. Frischer Wind. Am Himmel türmen sich Wolkenhaufen wie Sternennebel. Bis zum Horizont: kein einziger Baum, kein Tümpel, kein…