Editorial Liebe Leserin, lieber Leser,
eine Zeit lang war ich nicht so gut zu sprechen auf Marie Kondō, Sie wissen schon: die Hohepriesterin des Aufräumens. Eigentlich dachte ich, immun zu sein gegen ihre überall kursierenden, radikalen Ordnungsprinzipien, aber irgendwann ist es dann doch passiert: Ich trennte mich von fünf Kartons voller Bücher, die nach einem Umzug seit Jahren im Keller vor sich hin staubten. Wenn überhaupt, tröstete ich mich, würde ich sie irgendwann auf E-Reader lesen, dachte ich damals.
Heute lese ich wieder deutlich mehr „echte“ Bücher als „Kindle“ – und ja, irgendwie vermisse ich die alten Schmöker. Als ich nun hörte, dass auch Frau Kondō als inzwischen dreifache Mutter ihren Ordnungswahn an den Nagel gehängt hat, versetzte mich das doch in – nun ja – aufgeräumte Stimmung. Zumal gerade…
