Wir waren uns damals alle einig: Charles (Hugh Grant) hatte sich geirrt, als er sich 1994 im Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ für seinen faden Schwarm Carrie (Andie MacDowell) entschied und nicht für die kluge, scharfzüngige Fiona, die ihn seit Jahren liebte. Fiona wurde von Kristin Scott Thomas gespielt, mit großen Hüten und großem Ego, und seit wir uns damals kollektiv in sie verknallt haben, hat sie uns im Kino verlässlich begleitet – bis zum heutigen Tag. Denn ihre Karriere hat keine großen Einbrüche verkraften müssen. Kristin Scott Thomas war immer da.
Nie hat die Britin, die im Mai 60 wird, mädchenhafte oder mütterliche Rollen gespielt, so gut wie nie war sie nur schmückendes Beiwerk. Sondern immer eine, die auf sich selbst aufpassen kann, oft hart zu sich und…
