Es ist bezeichnend für den Zustand der SPD, dass er das glaubt sagen zu müssen. „Ich bin der Meinung, dass ich ein echter truly Sozialdemokrat bin“, verkündet Olaf Scholz zum Auftakt der Bewerbungstour für den Parteivorsitz. 1975, noch als Gymnasiast, war er in die SPD eingetreten, diente ihr dann – nur eine schmale Auswahl der Funktionen – als Hamburger Bürgermeister, Generalsekretär, Arbeitsminister, Finanzminister, Vizekanzler. Echt und truly, also, was doppelt gemoppelt ist, echt und wirklich, muss er sich nun nennen, in der nach links taumelnden Partei.
Und er tut seither nichts anderes als unter Beweis zu stellen, dass er das ist, echt und truly. Ein Sozi. Stellt sich gegen das Facebook-Geld Libra, mit dem der Gigant die Finanzwelt aus den Angeln heben möchte, als Erster ohne Wenn und Aber. Liest…
