Zum ersten Mal geschah es bei einem Ausflug. Ich erinnere mich, dass ich vorausfuhr. Mein rotes Fahrrad war neu, auf dem Gepäckträger saß meine Freundin Lulu. Rechts von uns floss die Elbe, es ging leicht bergauf, und alles an diesem Moment war kostbar: die Anwesenheit meiner Mutter, bei der ich als Trennungskind nicht lebte und die jetzt mit ihrem Freund hinter uns herspazierte. Lulu, meine Freude über das neue Fahrrad. Mir wurde seltsam leicht ums Herz, es stolperte, und dann schlug es wie noch nie zuvor. Es raste. Wenn ich daran zurückdenke, sehe ich mich liegend auf einer nahen Bank, eine Fünfjährige mit bebendem Brustkorb. Die anderen standen um mich herum. Ein Jogger stoppte, fragte, was los sei, und bald darauf hing ich über der Rückenlehne der Bank, kotzend. So…