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„Die öffentliche Beschuldigung meines Vaters bereue ich in meinem Leben am meisten.“ Moses Farrow über Woody Allen (Seite 63) Vielleicht ist er doch kein „Monster“. Seit 26 Jahren muss der Regisseur Woody Allen mit dem Verdacht leben, die damals sieben Jahre alte Dylan, die Tochter seiner ehemaligen Lebensgefährtin Mia Farrow, sexuell missbraucht zu haben. In mehreren Untersuchungen konnte seine Schuld nicht nachgewiesen werden. Doch es stand weiter Aussage gegen Aussage. 2014 beschuldigte Dylan Allen erneut in einem offenen Brief, sie damals auf einem Dachboden sexuell belästigt zu haben. Im Zuge der #MeToo-Debatte wurde der Fall Woody Allen wieder heftig diskutiert, dieses Mal sagten sich viele Kollegen von dem Regisseur los, in sozialen Netzwerken wurde er von teils wildfremden Menschen beschimpft, ein Kindervergewaltiger zu sein. Nun hat Moses Farrow erstmals sein…
Der stern hat sich besonnen. Er zeigt jetzt auch einmal andere „Bienen“ auf seinem Titel, und dazu noch so schöne! Conny Fennenkötter, Münster Kahlschlag und Mähwut stern Nr. 22/2018, „Wir brauchen euch!“ – das Insektensterben und die Folgen Auch Kommunen müssen erkennen, dass es so nicht weitergehen kann. Denn gerade im öffentlichen Bereich werden mit Steuermitteln riesige Flächen „totgepflegt“. An vielen Stellen werden straßenbegleitende Gehölze wie die als Bienennährgehölz gelistete Saal-weide gefällt und die Straßenränder gemäht, oft zum falschen Zeitpunkt und bis zu dreimal im Jahr. So werden die letzten großen Brachflächen, die Straßenränder, zu blütenund insektenlosen Flächen degradiert. Die „Verkehrssicherheit“, die als Hauptargument für Kahlschlag und Mähwut herhalten muss, wird hier doch sehr strapaziert. Frank Schroeder, Gärtnermeister, Lindlar Steinwüsten statt Gärten Es ist unbestritten,…
Stil-Fragen Beim Fahrdienst Uber ist Bozoma Saint John fürs Image zuständig. Sie will den Taxischreck mit der vermeintlich sexistischen Firmenkultur liebenswert machen, ihre Nähe zu Pop-Größen soll dabei helfen. Als Reporter Florian Güßgen sie in der Uber-Zentrale in San Francisco traf, fühlte er sich „underdressed“, auch weil sein Gepäck verschollen war. Aber Saint John störte der Sozialkundelehrer-Chic nicht – sie war zum Foto bereit. Vom Leben am Fluss Alle Bewohnerinnen des Fischerdorfs Oktjabrskoje im Wolga-Delta versammelten sich zum Gruppenbild mit Reporterin Bettina Sengling (mit Brille) und Fotografin Tamina-Florentine Zuch (mit grauer Wollmütze). Die Männer leben während der Fisch-Saison auf dem Fluss. Für Sengling und Zuch war es ein Stopp auf ihrer Reise entlang der Wolga. Behörden begegneten den Journalistinnen aus dem Westen oft mit Skepsis. Bei einigen beantragte Sengling Treffen…
Es ist ein Sieg der Frauen. Für Frauen. Für die 170 000, die riskierten, ins Gefängnis zu kommen, weil sie zur Abtreibung ins Ausland gingen. Für die 14-Jährige, die in die Psychiatrie eingewiesen wurde, weil sie an ihrer Schwangerschaft verzweifelte. Für die Zahnärztin, die starb, weil Ärzte den Fötus über ihr Leben stellten. 66,4 Prozent der Iren stimmten für eine Änderung der Verfassung. Bald wird Abtreibung im Land nicht mehr grundsätzlich verboten sein. „Irland hat nicht gerufen, es hat gebrüllt“, schreibt eine Kolumnistin. Was die katholische Kirche allerdings nicht hören will. Abtreibungsgegner kündigten Widerstand an.…
Die Rauchsäule erinnert an den Vulkan Kilauea, der auf Hawaii ausgebrochen ist. Doch sie kommt aus dem Europa-Park in Rust: Durch den schieben sich am vergangenen Wochenende wie üblich die Besucher, als in einer Lagerhalle Feuer ausbricht – und der Park evakuiert werden muss. Die Feuerwehr, mit 500 Mann zur Stelle, kann den Brand über Nacht löschen. Am nächsten Tag beginnt wieder der Betrieb. Allerdings sind die Themenbereiche Skandinavien und Holland stark angekokelt: Wo man sonst Fjord-Rafting erleben und in „Koffiekopjes“ Tassenkarussell fahren kann, herrscht erst mal Stillstand.…
Die Augen sind verweint, der Blick ist flehend. Vergebt mir! Das sagt Loris Karius mit jeder Pore. Der Torhüter des FC Liverpool steht vor den Fans seines Teams, die den weiten Weg nach Kiew auf sich genommen hatten, wo sie dann mit ansehen mussten, wie er sie um den Sieg brachte. Karius machte zwei Fehler, die in einem F-Jugend-Spiel vorkommen können, nicht aber in einem Champions-League-Finale: Liverpool verlor mit 1 : 3 gegen Real Madrid, weil er einen Ball in den Lauf eines gegnerischen Stürmers warf und einen Fernschuss durch seine Finger rutschen ließ. Unverzeihlich? Nun, zumindest unauslöschbar aus seiner Biografie.…