Die Frau liegt auf dem Bett, im Morgenmantel, um sie herum Zettel. Hier ist mal ein halber Gedanke hingeschrieben, da mal ein Bild hingemalt. Im Bad: alles weg, die Schminke, die Lippenstifte. Ihre Haare sind so ungemacht wie das Bett.
Sie schaut irgendwie ins Nichts und lächelt. Spricht vor sich hin. Wie sie früher war, als sie Masken übergezogen hat, als wären es Kleider. Vorbei. Jetzt sei sie furchtlos. Im Reinen mit ihrem Körper, ihrer Sexualität. Vielleicht, sagt sie, war sie in ihrem früheren Leben mal ein Pornostar, eine Gefühlssimulantin. Und der Zuschauer? Denkt: Ach du Scheiße, was ist mit der denn los?
Die Frau, die so in ihrem Video „Where’s Maria?“ auftritt und redet, heißt Christina Aguilera und ist einer der größten Popstars der vergangenen 20 Jahre.
Es bleibt…