An der Gülper Havel steigt an einem warmen Dienstagmorgen ein Mann in einen rostigen Kahn des Fischers Schröder und setzt sich nach ganz vorn, er atmet tief ein, atmet tief aus und sagt: „Ach, herrlich, diese Luft, das Wasser, herrlich, oder?“
Ihr Fluss, oder: ihr Traum
Der Mann heißt Rocco Buchta, er hat ein kleines Bäuchlein und trägt eine Kappe auf dem grauen Haarkranz. Der Fischer Schröder sitzt hinten, er steuert den Kahn, ein stiller Mann mit Händen wie Baggerschaufeln.
Die beiden fahren heute auf die Untere Havel, den weiten, weichen Fluss auf der Kante zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Fischer Schröder fischt hier in der vierten Generation, sein Onkel war in der DDR sogar mal der Vorsitzende der Fischereigenossenschaft, darüber redet er aber nicht viel und, so scheint es, auch…