Wenn Norman Wolf an seinen Vater denkt, den Vater von früher, sieht er einen Mann, der tief in die Knie geht, mit beiden Armen Schwung holt und in hohem Bogen Dachziegel über einen Zaun wirft – zu seinem Nachbarn, der auf einem Gerüst steht und fängt. Für Norman war der Vater der Inbegriff von Kraft. Einmal hatte er sich bei der Arbeit als Dachdecker fast seinen Daumen durchtrennt, Blut überall, die Mutter schrie, er müsse ins Krankenhaus, aber der Vater wollte nicht, er wickelte sich Stoff um den Daumen, Panzertape drüber. Mit Schaudern und Stolz beobachtete Norman, ein zartes, ängstliches Kind, seinen Helden.
Doch als er knapp elf war, begann das Drama.
Der Junge von damals ist heute 26, auf dem gepflasterten Platz vor dem Haus, von dem aus der…