Liebe Leserin, lieber Leser, da ist einer, vor dem sich die Menschen seit seinem zweiten Lebensjahr in den Staub werfen, ihn als Heiligen verehren, den viele Große dieser Welt, Desmond Tutu etwa, als Freund bezeichnen, da ist also einer, der sich zum größten Ego berufen fühlen könnte – und der das Gegenteil lebt. Als berührend bescheidener Mensch, der Gläubige ermuntert, aufzustehen und ohne die Verehrung ihren Weg zu finden.
Diese geradezu körperlich spürbare Demut beeindruckt ihn am Dalai Lama am stärksten, sagt Florian Hanig, der Autor unserer Titelgeschichte (Seite 28). Fast ein Jahr hat es gedauert, bis er und Fotograf Manuel Bauer die Zusage für ein Interview mit dem Dalai Lama bekamen; einen Wimpernschlag hat es gebraucht, um beide in den Bann seiner Aura zu ziehen.
Das Gespräch war Teil…
