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Ob ich mich impfen lasse? Ich könnte jetzt sagen: Die Frage stellt sich noch nicht. Ich werde definitiv nicht zu den Ersten gehören, die sich offensiv gegen Sars-CoV-2 schützen müssen. Vor mir sind all die Ärzte und Pflegekräfte dran, die jeden Tag mit Covid-19-Erkrankten zu tun haben. Und die Risikogruppen, deren Leben stärker durch das Virus bedroht ist als meins. (Jedenfalls, soweit ich weiß.) Aber dennoch: Natürlich habe ich mir über diese Frage Gedanken gemacht. Umso mehr, als die Impfstoffe, die jetzt vor der Zulassung stehen, in Rekordzeit entwickelt und getestet worden sind. Zehn Jahre, acht Monate und 16 Tage dauert es im Durchschnitt normalerweise vom ersten Experiment bis zur Marktreife. Und da soll ich mir nun ein Mittel spritzen lassen, das diesen Zyklus in weniger als zwölf Monaten durchlaufen…
Kritik ist nicht das Schönste für Journalisten, und Lob nicht das Schlimmste. Am besten ist es, wenn wir beides ernten. Dann können wir sicher sein, eine überfällige Debatte ausgelöst zu haben. Uns erreichten enthusiastische Zuschriften zur Titelgeschichte „Ich bin eine Quotenfrau“. Von Männern und Frauen, Jungen und Alten, von Firmenchefinnen und Altenpflegerinnen. „Ihr seid die Besten!“, „Spirit von Sisterhood – das macht richtig Laune“, „Weiter so!“ Die kritischen Stimmen: Wirtschaftsliberale lehnen die Einmischung in innerbetriebliche Entscheidungen ab, die eine Quote bedeuten würde. Manche Feministinnen beklagen, nun werde frau doch wieder auf ihr Geschlecht reduziert. Stolze Väter von Töchtern und viele junge Frauen sind sich sicher: So einen Karriere-Turbo wie die Quote braucht keine, die es wirklich draufhat. Zehntausende Reaktionen, analog und digital. Liebe und Hass. Was lernen wir? Zuerst und…
Am Puls des größten Projekts unserer Zeit Eine Kooperation von stern und GEO hat Martin Schlak (im linken Foto rechts, an der Seite von Biontech-Chef Uğur Şahin) und Vivian Pasquet (rechts) an die Brennpunkte des globalen Rennens zum Corona-Impfstoff geführt. Pasquet flog nach Brasilien – dank FFP2-Maske gut geschützt in einem halb leeren Jet –, um bei 36 Grad im Schutzanzug die Impftests an Freiwilligen zu begleiten. Vor Ort traf sie auf hohe Disziplin, gute Organisation und große Hoffnung. Als einer der vielen befragten Experten erläuterte der Mainzer Professor Şahin Martin Schlak Feinheiten seiner Arbeit, mehrfach mithilfe spontaner Zeichnungen. In Kürze sollen Impfungen auch in Deutschland beginnen. (Seite 24) Sibirische Schätze Um die unglaublichen Minenkrater in der sibirischen Stadt Mirnij zu fotografieren, ließ sich Carlos Folgoso (vorn l.) im Helikopter…
ARGENTINIEN VOLKSTRAUERTAG Ihr Idol ist gestorben. Mit 60 Jahren, offenbar an den Folgen eines Herzinfarktes. Aber die Legende um Diego Armando Maradona kann nicht sterben. Nicht für die Fans, die den Fußballer hier im Stadtteil La Paternal in Buenos Aires betrauern. Sie haben Blumen und Kerzen niedergelegt vor einem Gemälde Maradonas, das das nach ihm benannte Stadion der Argentinos Juniors ziert. Links neben dem Porträt sind die Vereinsfarben Rot und Weiß zu sehen, der Schriftzug „Benito“ verweist auf eine Fangruppierung der Juniors. Für diesen Klub hatte Maradona zwischen 1976 und 1981 gespielt. Der Beginn der Legende. NEUSEELAND ENDE EINER REISE Schönheit und Schrecken liegen dicht beisammen: Das tiefere Wasser des Südpazifiks leuchtet in sattem Grün, die Brandungszone folgt weiß-türkis, ehe in hellen Ockertönen der Strand zu erkennen ist. Das mit…
Unsere Titelgeschichte der vergangenen Woche, „Ich bin eine Quotenfrau“, hat offenbar einen wunden Punkt getroffen. Ja, es gab und gibt eine kluge und durchaus differenzierte Debatte, auch in den sozialen Medien. Aber was für ein Hass brodelte dort auch! Nicht nur, aber vor allem von Männern. Und um die geht es mir hier nun. Die Bösartigkeit, die mir da entgegenschlug, fand ich schwer zu ertragen. Eine halbe Stunde Twitter fühlte sich an wie ein Vollbad in Unrat. Eklig. Ich frage mich: Meinen die das wirklich so? Bei vielen hatte ich den Eindruck, dass es nur darum geht, noch mehr Gehässigkeit auszudrücken, die anderen mit einer noch gemeineren Formulierung zu übertrumpfen, am Ende als der ungekrönte Gewinner dazustehen für die größte Menschenverachtung. Was kommt da bloß hoch? Was bahnt sich da…
BRILLE GEGEN FARBBLINDHEIT Von Rot-Grün- Schwäche sind weltweit rund 350 Millionen Menschen betroffen. US-Forscher haben nun eine Brille entwickelt, die das Problem mit speziellen Filtern abschwächen kann. Betroffene nehmen Rot und Grün deutlicher und lebendiger wahr. Die Wirkung hält sogar noch eine Weile an, wenn sie die Sehhilfe absetzen. AGENDA GEGEN PLASTIKMÜLL Mit dem Verbot von Kunststofftüten gibt es gerade nicht nur in Deutschland einen Vorstoß im Kampf gegen zu viel Plastik. Auch Großbritannien, pro Kopf einer der weltweit größten Kunststoffmüllproduzenten, hebt das Thema auf die Agenda: Umweltminister Lord Goldsmith will sich jetzt einer weltweiten Vereinbarung dazu anschließen. 20 000 Bienenarten leben rund um den Globus und sichern als fleißige Bestäuber die Nahrung der Menschen. Jetzt haben chinesische Wissenschaftler erstmals alle Forschungsdaten über das Vorkommen der emsigen Helfer zu einer…